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Fahrradfahrerin
100-500-Jubiläum-rechteck
 
3. Mai 2019

Eröffnung der Grand Tour der Moderne

Grütters_SeegerStaatsministerin Prof. Monika Grütters und Friedemann Seeger vom Verein Baudenkmal Bundesschule Bernau im Gespräch. (Foto: Pressestelle/ker) (Bild: 1/2)

Zu einem Streifzug durch 100 Jahre Bauhausgeschichte lädt die Grand Tour der Moderne ein, die anhand besonderer Orte der Bauhausarchitektur die umfassende Wirkung der bedeutenden Schule des 20. Jahrhunderts aufzeigt. Im Bauhausdenkmal Bundesschule Bernau, wurde die Tour durch die Architekturgeschichte am 2. Mai im Rahmen eines Festaktes eröffnet.

„Ich freue mich, dass die Welt-Erbe-Stätte Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau als Ort für den Bundesauftakt der Grand Tour der Moderne ausgewählt wurde. Dadurch haben wir eine weitere schöne Möglichkeit, den verborgenen Schatz vor den Toren Berlins noch bekannter zu machen. Zumal wir in Bernau 2019 ein Doppeljubiläum feiern dürfen – 100 Jahre Bauhaus und 500 Jahre St.-Marien-Kirche“, so André Stahl, Bürgermeister der Stadt Bernau bei Berlin.

Gemeinsam mit der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, erkundete er im Mercedes 170 SV das Bauhaus-Ensemble. Informationen zum Bau und seiner Geschichte gab es von Friedemann Seeger, dem Vorsitzenden des Vereins Baudenkmal Bundessschule Bernau.

Die Architekten und Bauhäusler Hannes Meyer und Hans Wittwer hatten den Bau für den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund entworfen, am 4. Mai 1930 fand die Einweihung der Gewerkschaftsschule statt. Ab 1933 wurde das Gebäude zweckentfremdet und diente unter anderem als Reichsführerschule der NSDAP. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1990 wurde das Gebäude erneut gewerkschaftlich genutzt. Seit 2001 befindet sich das Ensemble im Eigentum der Handwerkskammer Berlin. Mit Unterstützung der Stadt Bernau bei Berlin wurde im Jahr 2011die Stiftung Baudenkmal Bundesschule Bernau gegründet, im Juli 2017 wurde das Ensemble in den Rang eines UNESCO-Weltkulturerbes gehoben.

Im Bauhaus-Jubiläumsjahr lässt sich der Ansatz der Bauhaus-Vertreter am Bernauer Beispiel gut nachempfinden. Das Baudenkmal Bundesschule Bernau steht beispielhaft für die Sachlichkeit der Bauhausschule und den Ansatz, dass sich die Form der Funktion unterwirft.
Derzeit laufen in Bernau die Planungen zur Realisierung eines Besucher- und Begegnungs-zentrums.