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6. August 2019

Botanische Streetart ins Bild gesetzt

Freiluftatelier2Juan Alfonso mit Teilnehmern der Kunstaktion, Foto: Mandy Westphal

Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung

Botanische STREETART ins Bild gesetzt

Das Freiluft-Atelier zum Bernauer Kunst- und Handwerkermarkt unter Leitung des Künstlers Juan Camilo Alfonso in Arbeitsergebnissen

sind alle Interessierten zu kommenden Freitag, den 9. August 2019, 15 Uhr ins Bernauer Rathaus (Ratssaal) eingeladen. Gezeigt wird auch eine Fotodokumentation von Mandy Westphal.

Eröffnet wird die Ausstellung durch Bürgermeister André Stahl.

 

STREETART im Ratssaal – das klingt eigenwillig, schon fast absurd. Nicht mehr eigenwillig und absurd erscheint es denjenigen, die Juan Alfonso erlebt haben. Der kolumbianische Künstler, seit Jahren in Berlin lebend, kennt sich in Bernau gut aus. 2016 gehörte er zu den Studenten, die im Rahmen des Projektes KONTEXT LABOR BERNAU im Stadtteil Bernau-Süd im wahrsten Wortsinne Farben in die Straßen brachten. Das Projekt, gemeinschaftlich entwickelt vom Kulturamt der Stadt Bernau und der Universität der Künste/Institut Kunst im Kontext, setzte auf die Entwicklung von Kunst-Aktionen im öffentlichen Stadtraum, an denen sich Bernauerinnen und Bernauer aktiv und mit ihren eigenen Lebensgeschichten beteiligen konnten.

Juan Alfonso baute sich ein „Mobiles Malstudio“, zog damit durch die Straßen und wählte zwei eingehauste Containerstellplätze, um diesen gemeinsam mit Kindern und ihren Bildinterpretationen von Geschichten und Märchen ein neues Outfit zu geben.

Juan ist zwei Jahre später nach Bernau zurückgekehrt, um die Leitung der Malzirkel in der FRAKIMA-Werkstatt zu übernehmen. Im September 2018 lotste ihn die Leiterin der Tourist-Information, Monika Müller, zum Kunst- und Handwerkermarkt in den Stadtpark, um hier die Idee des „Mobilen Malstudios“ noch einmal aufleben zu lassen. Jetzt hieß es „Freiluft-Atelier“. Und welchen Namen es immer trägt, Juan versteht es, Menschen um sich zu scharen. Schnell fanden sich interessierte Malfreudige an den Staffeleien zusammen. Der Kolumbianer hatte Bücher mitgebracht – Bildbände zur Brandenburger Landschaft, Bestimmungsbücher zu Pflanzen. Blumen und Blüten lassen sich vergleichsweise leicht ins Bild setzen. Eine Lieblingsblume hat zudem jeder. Aus einer vorgegebenen Farbpalette konnten sich die Teilnehmer eine helle und eine dunkle Farbe und eine zwischen Hell und Dunkel auswählen.
Im Agieren mit Farben und Formen, im Ausbalancieren von Stimmungen erhielt jedes Bild seine Ausdrucksstärke. An diesem Tag fanden sich etwa 25 ambitionierte Freiluft-Künstlerinnen und –Künstler im Alter zwischen 6 und 85 Jahren ein, die sich von Juans Mut machenden Satz leiten ließen: „Jeder kann Kunst. Jeder ist Jeder!“

Und wer es noch nicht wusste: Ein Bild hat immer zwei Seiten – eine Vorder- und eine Rückseite. Die lassen sich beide bemalen: Auf der einen probierten sich Juans „Mal-Schüler*innen“ in einer Farbskizze aus, benutzten dabei auch gern einmal eine Spraydose, auf der anderen Seite setzten sie die Skizze ins Bild um. Die Initiatorin des Freiluft-Ateliers, Monika Müller, war allemal mit den Ergebnissen zufrieden. Denn das war ihr Wunsch: Familien und Menschen aller Altersgruppen sollten sich unter dem Motto „Ankommen – Malen – Genießen“ zusammen finden und in sonntäglicher Leichtigkeit im Stadtpark einen Gegenwert zum Alltag finden. Und wenn sie am Ende ein gutes Erlebnis, eine schöne Erinnerung und bestenfalls ein Bild unter dem Arm mitnehmen konnten, dann ist ihre Idee aufgegangen.

Die Ausstellung kann vom 12. August bis 27. September 2019 zu den Öffnungszeiten des Bernauer Rathauses (Montag, Mittwoch und Donnerstag von 7 bis 16.30 Uhr, Dienstag von 7 bis 17.30 Uhr, Freitag von 7 bis 13.30 Uhr) besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Bei geschlossenen Veranstaltungen im Ratssaal ist der Zutritt leider nicht möglich.

Eine Finissage gemeinsam mit weiteren Kunstaktionen wird am Mittwoch, dem 2. Oktober in der Bürgermeisterstraße 4 (Tourist-Information) ab 18 Uhr in einer ausklingenden Sommerlaune gefeiert.

Text: Sabine Oswald-Göritz, Kulturamt