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Allgemeines zu Stadtwappen

Wappen entwickelten sich im 12. Jahrhundert als Erkennungszeichen adliger Personen bzw. Familien (Geschlechter). Sie erfreuten sich besonders im adligen Hof- und Turnierleben sowie militärischen Zusammenhänge wachsender Beliebtheit.
Städte führten in dieser Zeit noch keine Wappen. Zum einen standen sie meistens unter der Herrschaft eines Adligen (mit eigenem Wappen) und zum anderen gab es in ihren „militärischen“ Truppen in der Regel keine Ritter, sodass Fahnen zur Kenntlichmachung genügten. Dennoch entwickelten sich Stadtsiegel als Zeichen der eigenen Rechtspersönlichkeit der Städte.
Mit dem steigenden Selbstbewusstsein der Bürger und Städte begannen im 13./14. Jh. nichtadlige Personen — und später auch Städte und Klöster — Wappen zu gebrauchen.
Die Stadtwappen entwickelten sich häufig aus alten Siegelbildern und waren Kennzeichen der hoheitlichen Rechte und der kommunalen Eigenständigkeit der Städte.

 

Das Stadtwappen von Bernau

Stadtwappen von 1884Das Wappen der Stadt Bernau entwickelte sich wahrscheinlich auch aus alten Stadtsiegeln. Das älteste überliefert Siegel „Sigillum Bernova Civitatis“ aus dem 13. Jh. zeigt bereits den über einem Baum — wahrscheinlich eine Linde — schwebenden Adler und einen nach links schreitenden Bären.
Auf einem Glasgemälde des Stadtwappens von 1580 ist der rote Adler — als Zeichen der Mark Brandenburg — und ein brauner Bär zu sehen.
Im Laufe der Zeit wechselten Adler und Bär nicht nur mehrmals die Richtung und im Falle des Adlers auch die Position, sondern aus einer Linde als Zeichen für den waldreichen Barnim wurde eine beständige Eiche. Aus einem verschnörkelten Wappenschild wurde ein einfaches unten abgerundetes Schild. 1939 wurde der Bär den heraldischen Regeln angepasst und von da an als schwarzer Bär mit aufgerissenem Rachen und roter Zuge dargestellt.

 

Eine kurze heraldische Beschreibung des heute noch üblichen Wappens lautet:Stadtwappen
„In Silber auf grünem Rasen eine grüne Eiche mit goldenen Früchten; über der Eiche schwebend ein roter Adler mit goldener Bewehrung; vor der Eiche ein schreitender schwarzer Bär mit roter Zunge und Bewehrung.“