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Steine ohne Grenzen Bernau — Internationales Bildhauersymposium 2011

Im Jahre 2001 entstand das erste Symposium „Steine ohne Grenzen“ initiiert von den Bildhauern Rudolf J. Kaltenbach und Silvia Christine Fohrer.

Im Rahmen des Internationalen Bildhauersymposiums „Steine ohne Grenzen Bernau“ nutzten sieben Bildhauer und Bildhauerinnen sowie Schüler des Paulus-Praetorius-Gymnasiums vom 01. bis 30. Oktober 2011 den Stadtpark als Werkstatt unter freiem Himmel.

Ihre Werke dienen nicht nur der Verbindung der Skulpturen der Waldsiedlung mit zeitgenössischem bildhauerischem Schaffen, sondern der Überschreitung von Grenzen zwischen einzelnen Bildhauern, zwischen Bildhauern und Publikum, zwischen Bildhauern und anderen bildenden Künsten, zwischen bildenden Küsten und anderen Künsten sowie zwischen Nationalitäten.

„Die Künstler und Künstlerinnen werden durch ihre Arbeiten nachhaltig eine weltoffene grenzüberschreitende, tolerante und zueinander gewandte Position dokumentieren“, so Kunstkurator Prof. Herwig Pöschl.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu den Teilnehmern am Bildhauersymposium in Bernau bei Berlin.

Weitere Informationen zu den internationalen Bildhauersymposien "Steine ohne Grenzen" finden Sie auf der offiziellen Internetseite: Steine ohne Grenzen


GruppenbildKünstler des
Bildhauersymposiums 2011
 

Teilnehmer des Bildhauersymposiums

Bob Budd (Großbritannien):
Fragile, sieben Granitkrustenplatten

Bob Budd bearbeitete während des Bildhauersymposiums im Bernauer Stadtpark sieben Granitkrustenplatten.
Dabei ließ er sich auf die Umgebung, insbesondere die Denkmäler in der Mühlenstraße — Ehrenfriedhof der Roten Armee, Kriegerdenkmal und Deserteurdenkmal — ein.

Entstanden ist ein Spiel mit Buchstaben.
Auf den sieben Granitkrustenplatten hat Bob Budd die Buchstaben des Wortes „fragile“ (zart, zerbrechlich) verfremdet herausgearbeitet. 


Bob_gesamt_03.jpgBob Budd:
Fragile
(Foto: Micha Winkler) (Bild: 1/17)
Valentina Dusavitskaya (Russland):
Sonnenstrahlen, drei Feldsteine, bemalt mit farblosen Lack

Das Spiel der Sonne und Schatten auf verschiedenen Oberflächen war der Ausgangspunkt für Valentina Dusavitskayas Arbeit beim Bildhauersymposium.
So scheinen sich die Sonnenstrahlen durch Schnitte in die drei Feldsteine eingegraben zu haben, die dank ihrer unterschiedlichen Größen und Farben (der große Granitstein ist rot, der mittlere beige und der kleine rosa) an Ausdruckskraft und Rhythmik gewinnen.
Den Vorstellungen der Künstlerin entsprechend soll sich ihre Skulptur nicht nur harmonisch in den Stadtpark einpassen, sondern Wärme und Energie für positive Entwicklungen und Optimismus ausstrahlen — auch wenn die Sonne nicht scheint.


valentina_gesamt_07.jpgValentina Dusavitskaya:
Sonnenstrahlen
(Foto: Micha Winkler) (Bild: 1/17)
Kassian Erhart (Österreich):
Sisyphos, portugiesischer Granit, ein kleiner Stein und ein etwas größerer Findling

„Steine zu bearbeiten erfordert wie Toleranz und Menschlichkeit ungemeine Disziplin“, meint Kassian Erhart, der einen portugiesischen Granit in zwei Stelen umarbeitete. Zwischen den Stelen befinden sich ein kleiner Stein und ein etwas größerer Findling.
Die Skulptur symbolisiert, die nie zu einem Ende führende Arbeit des Sisyphos. Hoffnung liegt darin Spuren zu hinterlassen oder wie der Künstler konstatiert: „Wenn man sich bemüht, bleibt mindestens ein Sandkorn.“


kassian_gesamt_03.jpgKassian Erhart:
Sisyphos
(Foto: Micha Winkler) (Bild: 1/17)
Silvia Fohrer (Deutschland):
Begegnung, portugiesischer Granit, teilpoliert

Der Stadtpark als Ort des Zusammentreffens inspirierte Silvia Fohrer zu ihrer Skulptur „Begegnung“.
An den zwei jeweils fünf Tonnen  schweren Steinen aus portugiesischem Granit begegnen sich nicht nur Menschen, sondern sie begegnen ebenso den Steinen.
Conflationismus (Verschmelzung) ist ein Begriff im Schaffen der Künstlerin, der auch während des Bildhauersymposiums in Bernau ein Grundgedanke ihrer Arbeit war. Dabei steht für Silvia Fohrer gelungene Kommunikation durch Verschmelzung, Harmonisierung und Verstehen im Vordergrund. In ihrer Skulptur werden daher Formgegensätze durch Berührungspunkte — angedeutete Perforationen — verbunden.


fohrer_gesamt_05.jpgSilvia Fohrer:
Begegnung
(Foto: Micha Winkler) (Bild: 1/17)
Dominika Griesgraber (Polen/Frankreich):
Schweigen ist Gold, brasilianischer Granit, mit Gold bemalt

Dominika Griesgraber erschuf eine Skulptur der Stille, da Steine für sie „die Stille in der Welt“ symbolisieren.
Die Künstlerin arbeitete sich während des Bildhauersymposiums in ihren  brasilianischen Granit hinein und erarbeitete eine Form, die Ausdruck einer Architektur ist, die Schutz gewährt.


dominika_front.jpgDominika Griesgraber:
Schweigen ist Gold
(Foto: Micha Winkler) (Bild: 1/17)
Rudolf J. Kaltenbach (Deutschland):
Doppelkreuz, finnischer Spektrolith

Der künstlerische Leiter und Begründer des Symposiums Rudolf J. Kaltenbach gestaltete zwei ineinander verschobene Kreuze, die Toleranz und Versöhnung symbolisieren und in deren Mitte der Friede zu finden sein müsse.


kaltenbach_gesamt_03.jpgRudolf J. Kaltenbach:
Doppelkreuz
(Foto: Micha Winkler) (Bild: 1/17)
Emerita Pansowova (Deutschland/Slowakei):
Im Werden, Gneis, Muschelkalk

Emerita Pansowova erschuf aus einem Gneis eine Figur, die die „Lebensphase des ersten sich Bewusstwerdens, sich Wahrnehmens“ symbolisiert.
„Die kleine Gestalt ist nach vorn geneigt in der Haltung der Konzentration, erfüllt mit dem Wunsch groß zu werden.“


Emerita_gesamt_03.jpgEmerita Pansowova:
Im Werden
(Foto: Micha Winkler) (Bild: 1/17)
Schüler:
KUNST—HERZ, Sandstein

Die Beteiligung von Schülern war eine Idee des Internationalen Bildhauersymposiums. Sechs Schüler arbeiteten über den gesamten Monat an einem Sandstein. Das waren Lea Bathelt, Laura Engler, Natalie Kinscher, Markus Lenz, Felix Oswald (alle Paulus-Praetorius-Gymnasium) und Ole Muth vom Barnim Gymnasium.
Die Skulptur spielt mit der Idee, dass Leidenschaft und Kunst begrenzt, gefangen und bedroht werden und wurde vom Album „The Battle auf Los Angeles“ der Band „Rage Against the Machine“ inspiriert.


schülerstein_02.jpgSchüler:
KUNST—HERZ
(Foto: Micha Winkler) (Bild: 1/17)
 

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