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Kontext Labor Bernau 2016

Bürger mit einem russisch-deutschen Hintergrund werden zusammen mit der Künstlerin Janina Neugebauer, die aus Kasachstan stammt, einen fragmentarischen Dokumentarfilm mit dem Titel Gut angekommen im Wilden Westen? entwickeln, um die Erinnerungen aus der Zeit der Wende und ihres Ankommens in Deutschland zu dokumentieren und kritisch zu hinterfragen. Die chinesische Künstlerin Jiaying Wu wird sich in ihrem Projekt Einzigartig Du mit Hilfe einer Camera obscura, einer Lochkamera, mit der Frage nach der geistigen und sozialen Individualität beschäftigen. Mit einem mobilen Malstudio sammelt der kolumbianische Künstler Juan Camilo Alfonso Geschichten von Bernauern, setzt ausgewählte Elemente daraus malerisch um und schafft dadurch Bilder neuer Geschichten. In Zusammenarbeit mit Jugendlichen verwandelt der deutsche Künstler Lukas Gruber in seiner Lichtwerkstadt Bernau die Fassade eines Plattenbaus in eine Lichtkomposition und inszeniert damit ein einzigartiges Event. Die Künstlerin Natalie Obert aus Deutschland wird Bernau-SÜD mit wissenschaftlichen und künstlerischen Mitteln untersuchen und die Ergebnisse ihrer Forschung im Kantorhaus unter der Überschrift Heimsuchung präsentieren. Unter dem Titel Ver(sch)wende deine Zeit setzt sich die deutsche Künstlerin Katrina Blach mit Hilfe eines aufgestellten Fotoautomaten in Zusammenarbeit mit Jugendlichen mit Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinander. Der deutsch-türkische Künstler Yueksel Hayirli wird ein Straßencafé eröffnen und dort gemeinsam mit den Anwohnern die Lokalzeitung Was ist los Bernau-Süd? entwickeln und heraus geben. Moritz Gramming aus Deutschland bildet Temporary Art Guides aus. Auf der 9. Berlin Biennale wird eine Gruppe von Bernauern zu Experten für zeitgenössische Kunst geschult, um dann ihr Wissen in Bernau präsentieren zu können und nachhaltig zu integrieren.

Wie auch in den letzten Jahren, konzentrieren sich die beteiligten Künstler auf die lokale Geschichte und die individuellen Erzählungen der Bewohner. 2014 und 2015 stießen besonders die Projekte, die sich mit der Vergangenheit, mit Erinnerungen und der Bewahrung dieser beschäftigten, auf großes Interesse und eine rege Beteiligung der Anwohner. Ähnlich verhielt es sich bei Projekten, die sich mit der neueren Geschichtsschreibung sowie mit gemeinschaftsbildenden Methoden auseinander setzten.

Mit genau diesen thematischen Schwerpunkten wurde Kontext Labor Bernau als ein Raum des Austausches zwischen den Bürgern der Stadt und jungen internationalen Künstlern konzipiert. Das Projekt ist eine Ergänzung der Lehr- und Forschungsbereiche des Studiengangs Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin, in der die Künstler die Potenziale partizipatorischer und temporärer Kunstpraktiken im urbanen sozialen Raum erkunden.

Bewusst auf drei Jahre angelegt, möchte das Projekt die Teilnahme der Bürger am kulturellen Leben fördern. Es soll ein aktives Publikum angesprochen werden. Mit dem Projekt wird eine Erweiterung und Verbesserung der Lebensqualität in diesem Stadtteil angestrebt.

In den vergangenen zwei Jahren entstanden 16 künstlerische Positionen im Stadtraum Bernau. Jedes Projekt hatte eine Laufzeit von mehreren Monaten, durchschnittlich wurden pro Projekt ca. 30 Personen in den Entstehungsprozess einbezogen, insgesamt etwa 240 Personen pro Jahr.
Den Mitwirkenden des Projekts geht es um einen erweiterten Kunstbegriff bzw. um eine Kulturpolitik der kleinen Schritte, die die Präsenz von zeitgenössischer Kunst im Alltag der Bürger als ihre Hauptaufgabe begreift.

 
 
 
 
 

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