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Stiftung Sankt Georgen-Hospital zu Bernau

St.-Georgen-Hospital(Bild: 1/2)

Die Stiftung Sankt Georgen-Hospital zu Bernau, deren ursprüngliche Stiftungsurkunde nicht mehr existiert, ist älteren Nachrichten zufolge im Jahr 1328 vom Tuchmachergewerk der Stadt gegründet worden und damit die älteste Stiftung im Land Brandenburg.

Zum Sankt-Georgen-Hospital gehört insbesondere die Hospitalkapelle, die während der Belagerung der Stadt durch die Hussiten im Jahr 1432 zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. Die Glocke im Turm stammt aus dem Jahr 1659. Die Kapelle wurde 1699 französischen Glaubensflüchtlingen zur Verfügung gestellt und bis ins 20. Jahrhundert durch die französisch-reformierte Gemeinde genutzt.

Die Kapelle wurde 2003 äußerlich und von 2007 bis 2009 innen umfassend saniert. Bei der Gestaltung des Innenraums orientierte man sich an der Fassung von 1872.

Das Sankt-Georgen-Hospital gewährte bis in das 20. Jahrhundert hinein acht ordentlichen und acht außerordentlichen Hospitaliten in dem um 1738 errichteten Hospitalgebäude freie Wohnung sowie den Bezug von Unterhalt aus den Einkünften der Stiftung. Der Altmeister der Deutschen Pharmazie, der pharmazeutische Schriftsteller und Apotheker Dr. mult. Hermann Hager (1816-1897) lebte von 1825-1827 hier bei seinen Großeltern. Von ihm stammen zwei selbstgefertigte Gemälde, die sich heute in der Kapelle befinden.

Seit 1974 konnte das Hospital seine ursprüngliche Aufgabe wegen der unwirtschaftlichen Größe und der schlechten Bausubstanz nicht mehr erfüllen. Das Hospitalgebäude wurde von 2002 bis 2005 umfassend saniert und wird heute durch die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, ein Betreuungsbüro, eine Psychologische Praxis und die Sankt-Marien-Gemeinde genutzt.

Zweck der Stiftung ist heute die gemeinnützige und selbstlose Unterstützung bedürftiger Personen in Bernau und Umgebung sowie die Förderung des Denkmalschutzes.

 
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