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Ladeburg

Dorfkirche LadeburgDorfkirche Ladeburg

Das Dorf Ladeburg mit seiner straßenbegleitenden Bebauung in Form von bäuerlichen Hofanlagen und freistehenden Einfamilienhäusern ist ein gewachsenes Siedlungsgebiet. Die zum Teil großen Gärten stellen den Übergang zur Umgebung und zum freien Landschaftsraum dar. Das Dorf mit einer Fläche von ca. 1.775 Hektar ist seit dem 1. Juli 2002 ein Ortsteil der Stadt Bernau bei Berlin und hat 2.707 Einwohner (Stand: 4. Januar 2016).

Entstehung
Als am 19. November 1300 Markgraf Albrecht III. den Zisterzienser–Nonnen des Klosters Friedland bei Wriezen die Güter und Einkünfte bestätigte, darunter auch drei Wispel Roggen im Dorfe „Ladeborch“, da stand die Kirche wohl schon 60 Jahre. Sicher ist das Dorf bald nach der Besitzergreifung des Barnims durch die Askanier um 1231 entstanden. Von der ursprünglichen Anlage her war Ladeburg ein Straßenangerdorf. Durch Überschneidung mit einer weiteren Siedlungsachse ist eine kreuzförmige Dorfanlage entstanden, deren Kern die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert und der Dorfpfuhl bilden.

Im Dorfgebiet des Ortsteils Ladeburg befinden sich einige wertvolle Baudenkmäler: die Dorfkirche, das Wohnhaus (Schulerweiterungsbau) An der Kirche 6, das Wohnhaus Lanker Straße 34, das ehemalige Zollhaus Lanker Straße 31 a, das Doppelstubenhaus Schmetzdorfer Straße 4 und die Hofanlage Rüdnitzer Straße 4.

Heute
Mitte der neunziger Jahre entstanden zwei neue Wohngebiete in Ladeburg. Für viele Menschen sind das „Blumenviertel“ und der Wohnpark „An den Schäferpfühlen“ schon zur Heimat geworden. In gemütlicher märkischer Atmosphäre kann man in Ladeburg speisen, feiern und übernachten.

Die Umgebung von Ladeburg ist durch Wald und landwirtschaftliche Nutzflächen geprägt. Erholungssuchenden bietet sich hier eine vielfältige und abwechslungsreiche Natur. Viele ausgeschilderte Wege führen in das nördlich gelegene Waldgebiet „Ladeburger Heide“ und ins Biesenthaler Becken. Kiefern, Lärchen, Rubinien sowie Laubwälder mit heimischen Baumarten laden zu ausgedehnten Wanderungen ein.

Aber auch Reiterhöfe bieten für alle Freunde des Pferdesports optimale Bedingungen. Reithallen, großzügige Koppeln und ein weit verzweigtes Reitwegenetz ermöglichen herrliche Ausflüge hoch zu Ross oder mit dem Kremser in die weiten Wälder, Felder und an die zahlreichen Seen in der Ladeburger Heide. Zum pferdesportlichen Höhepunkt gehört jedes Jahr im Mai das Reit- und Springturnier mit Scheunenparty, welches zu den größten in Brandenburg zählt.

„Ladeburger Schäferpfühle“
Im Westen von Ladeburg befindet sich das Naturschutzgebiet „Ladeburger Schäferpfühle“. Dieses Gebiet besteht aus einem Komplex von mehreren Kleingewässern, Feuchtwiesen und Ackerbrachen. Die Feuchtgrünlandbereiche beherbergen seltene Pflanzenarten wie das breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) und zahlreiche Amphibienarten wie zum Beispiel die Rotbauchunke, die auf der Roten Liste Brandenburgs steht und vom Aussterben bedroht ist.

Gefährdeten Vogelarten und Durchzüglern dienen die Schäferpfühle als Brut- und Rastplatz. Darüber hinaus nutzt der in Ladeburg brütende Weißstorch die Wiesen zur Nahrungssuche. Aus angemessener Entfernung kann man hier die schönsten Sonnenuntergänge beobachten.

Alleen
Nicht unerwähnt sollen die Baumreihen und die alten Alleen um Ladeburg bleiben. Besonders bemerkenswert sind die Linden entlang der Straße von Bernau nach Ladeburg und die Eichenallee (Klosterfelder Weg) von Bernau in Richtung der Sandgrube westlich von Ladeburg. Die Eichen, die dort stehen, sind etwa 200 Jahre alt.  Zu den Naturdenkmälern gehören unter anderem die alte Rüster (Ulmus laevis) an der Rüdnitzer Straße, eine Weide (Salix alba) am Ufer des Kleingewässers „Böhms Pfuhl“, die Eiche und Rosskastanie auf dem Dorfplatz und die Linde auf dem Kirchhof.

Eine geschlossene Obstbaumallee gibt es entlang des Feldweges nordöstlich von Ladeburg zur B 2. Hier sind hauptsächlich verschiedene Mirabellensorten gepflanzt worden, aber auch Äpfel und Birnen. Diese alten Obstbestände bieten vielen Tierarten Nahrung und Lebensraum.

 

Text: Beate Thaute