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Sommer im Stadtpark
 

CDU-Fraktion - Durchführung eines Modellversuches "Zusätzliche Nutzung städtischer Spielplätze schaffen - bürgerschaftliches Engagement stärken!" (6-81)

Antrag an die Stadtverordnetenversammlung Bernau bei Berlin
Vorlage Nr.:6-81
Version: 1
Eingereicht am:05.08.2014
Typ:Fraktionsvorlage
Öffentlich:Ja

Inhalt und Begründung:

Die Stadt Bernau bei Berlin verfügt über eine Vielzahl von Spiel- und Bolzplätzen sowie von anderen Flächen, die von Kindern und Jugendlichen für ihre Freizeitgestaltung genutzt werden. Es handelt sich dabei sowohl um Spielplätze die in Verantwortung der Stadt errichtet und unterhalten werden, als auch um Spielflächen, die von städtischen Gesellschaften wie der WOBAU mbH aber auch von anderen Dritten errichtet wurden. Hinzu kommen Spielplatzflächen und ähnliche Einrichtungen, die unmittelbar an und für die Schulen bzw. Kindertageseinrichtungen in städtischer Trägerschaft errichtet wurden. Diese befinden sich oftmals in einem sehr guten Unterhaltungszustand und sind in nicht wenigen Fällen erst in den letzten Jahren im Zuge der einzelnen Projekte zur Außenanlagengestaltung neu errichtet worden. Kennzeichnend für letztgenannte Spielplätze und Freizeitflächen ist allerdings, dass diese regelmäßig nur zu den Öffnungszeiten der jeweiligen Einrichtung und typischerweise bloß für die dort betreuten Kinder zugänglich sind. Insbesondere an den Wochenenden, in Ferien oder während der Schließzeiten stehen diese hochwertigen Spielflächen nicht zur Verfügung. Im Bernauer Stadtgebiet gibt es auch einzelne Bereiche, in denen es im fußläufig erreichbaren Umfeld wenige bis gar keine Angebote an Spielplatzflächen oder nur Angebote für andere Altersgruppen gibt. Nicht selten geht dann der traurige Blick von kleinen Kinderaugen durch den Zaun, hinter dem sich der schön angelegte und gut gepflegte Spielplatz der örtlichen Kindertagesstätte oder der städtischen Schule befindet.

Diese Situation ließe sich durch das Offenhalten dieser Plätze zu den vorgenannten Zeiten verbessern. Denkbar wäre, dass für das Auf- und Zuschließen neben städtischem oder im Auftrag der Stadt tätigem Personal auch der Einsatz von ehrenamtlich tätigen Eltern, Großeltern oder anderen Bürgern in Frage kommt. Dabei könnte zunächst mit einzelnen Öffnungstagen die Resonanz eines solchen Vorhabens in Erfahrung gebracht werden. Alternativ wäre auch vorstellbar, nach dem Prinzip des Ruftaxis nur bei vorheriger Anmeldung zu öffnen.

Die Öffnung von Spielplätzen an Schulen und Kindertageseinrichtungen in städtischer Trägerschaft kann zu einer höheren Attraktivität des betreffenden Wohnumfeldes führen, Investitionen aus dem städtischen Haushalt können einem größeren Nutzerkreis zugänglich gemacht werden, in Einzelfällen könnte es vorstellbar sein, dass "Parallelausgaben" für uneingeschränkt öffentliche Spielplatzflächen zumindest reduziert werden und nicht zuletzt kann durch die Einbeziehung von Eltern, Großeltern oder anderen Bürgern, das bürgerschaftliche Engagement im Umfeld von Schulen oder Kindertagesstätten gestärkt und Grundlage für weiteren ehrenamtlichen Einsatz werden.

Zunächst sollte in einem auf die Dauer von einem Jahr beschränkten Modellvorhaben an zwei bis drei Standorten die zusätzliche Öffnung solcher Spielplatzflächen erprobt werden. Dafür sollte neben der Kindertagesstätte "Die kleinen Strolche" im Ortsteil Ladeburg eine weitere Kindertagesstätte im Ortsteil Schönow sowie eine schulische Einrichtung im Stadtgebiet zum Beispiel die Georg-Rollenhagen-Grundschule vorgesehen werden. Die Suche nach geeigneten Schließverantwortlichen kann mit Unterstützung der jeweiligen Ortbeiräte und Ortvorsteher, aber auch aus dem Kreise möglicher Fördervereine der betreffenden Einrichtung heraus erfolgen. Durch die Stadtverwaltung wären die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass diese Schließverantwortlichen in geeigneter Form und mit deren Einverständnis bekannt gemacht werden und überdies von einer etwaigen Haftung für Schäden im Zusammenhang mit der Spielplatznutzung freigestellt werden.

Mit der Einbindung von Eltern oder Großeltern sowie anderen Ehrenamtlichen und der Erprobung an zunächst einigen Standorten kann vielleicht auch der früheren Wahrnehmung, dass Beschädigung oder Vermüllung bei ähnlichen Nutzungsansätzen festzustellen waren, begegnet werden.

Bei positivem Verlauf der Modellversuche sollte über eine Ausweitung auf andere Spielflächen entschieden werden.

Beschlussvorschlag:

1. Die amtierende Bürgermeisterin wird beauftragt, für die zusätzliche Nutzung von Spielplatzflächen an Wochenenden, in der Ferien- und Einrichtungsschließzeit an jeweils einer Kindertagesstätte bzw. Schule in Trägerschaft der Stadt Bernau bei Berlin in den Ortsteilen Ladeburg und Schönow sowie im Innenstadtbereich die notwendigen Voraussetzungen unter Einbeziehung interessierter Bürger zu schaffen.

2. Dieser Modellversuch ist zum 1. Oktober 2015 unter Beteiligung des Ausschusses für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport zu evaluieren. Im Evaluierungsbericht ist darzustellen, ob eine Fortführung bzw. Ausweitung der zusätzlichen Nutzung von städtischen Spielplatzflächen angezeigt ist.

Finanzielle Auswirkungen: Ja

im Verwaltungshaushalt: Nein
im Vermögenshaushalt: Nein

  Einnahmen Ausgaben
geplant:
Haushaltsstelle:
jährliche Folgen:

 

  Deckung
planmäßig: Nein
überplanmäßig: Nein
außerplanmäßig: Nein
Mehreinnahmen: Nein Haushaltsstelle:
Minderausgaben: Nein Haushaltsstelle:
Bemerkung:
Ja, für zusätzliche Schlüssel. Diese sind durch die Verwaltung zu ermitteln.

Beratungsfolge:

Ausschuss/Gremium Termin J N E
Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport 25.08.2014 9 0 0
6. Stadtverordnetenversammlung 04.09.2014 33 0 0
Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport 01.01.1970
6. Stadtverordnetenversammlung 01.01.1970
 
 
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Zuständigkeitsordnung

Zuständigkeitsordnung für die ständigen Ausschüsse der Stadtverordnetenversammmlung der Stadt Bernau bei Berlin und den Bürgermeister in der Fassung der fünften Änderung vom 12. Juni 2019 (Lesefassung)

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