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Grobplanung zur Aufarbeitung des Arbeitsrückstaus bei der Aufstellung der Jahresabschlüsse (6-659)

Antrag an die Stadtverordnetenversammlung Bernau bei Berlin
Vorlage Nr.:6-659
Version: 1
Eingereicht am:12.09.2016
Typ:Informationsvorlage
Öffentlich:Ja

Inhalt und Begründung:

Mit der Informationsvorlage 6-535 vom 28.04.2016 hat die Verwaltung über den Rückstau bei der Erarbeitung ausstehender Jahresabschlüsse der Stadt Bernau bei Berlin informiert.
In Ergänzung zu dieser Information, hat das Dezernat II jetzt eine erste Grobplanung zum Aufstellen der Jahresabschlüsse gefertigt.

Im Ergebnis ist Folgendes festzustellen:
Nach derzeitiger Erkenntnis werden die Jahresabschlüsse 2012 – 2015 nicht vor August 2018 aufgestellt sein, davon
- der Jahresabschluss 2012 nicht vor Juli 2017,
- der Jahresabschluss 2013 nicht vor Dezember 2017,
- der Jahresabschluss 2014 nicht vor April 2018,
- der Jahresabschluss 2015 nicht vor August 2018.
In dieser Zeitschiene, ist noch nicht die örtliche Rechnungsprüfung mit anschließender Beschlussfassung, enthalten.

Bereits im April hat die Verwaltung darüber informiert, dass folgende Arbeiten noch zu erledigen sind:
  • Aufarbeitung des Rückstaus in der Aktivierung von fertiggestellten Anlagen
  • Prüfen und Korrigieren der Stammdaten, der bereits aktivierten Anlagen
  • Prüfen und Korrigieren der Sonderposten, insbesondere der nutzungsdauerkongruenten Auflösung i. V. m. dem Anlagegut
  • Abgleich der Nebenbuchhaltung zur Hauptbuchhaltung
  • Überarbeitung der Inventurrichtlinie, da die derzeitige Organisation keine ordnungsgemäße Bestandsaufnahme ermöglicht
  • Prüfung der Bilanzposition "Grundstücke in Entwicklung"
  • Abstimmungen mit dem Beteiligungsmanagement zum Finanzanlagevermögen
  • Prüfen und Korrigieren der Forderungen, der Wertberichtigungen und Verbindlichkeiten
  • Prüfen und Korrigieren der Rücklagen (einschl. Sonderrücklagen) und Rückstellungen
  • Prüfen und Korrigieren der Rechnungsabgrenzungsposten
  • Prüfen und Korrigieren der Sachkonten, damit die Summen-Salden-Liste die richtigen Beträge enthält
  • Prüfen und Korrigieren der Buchungen ohne Kostenstellen, damit die Summe aller Teilrechnungen keine Unterschiedsbeträge zu den Gesamtrechnungen aufweist
  • Klärung von Differenzen aus der Schnittstellenübertragung der Gehaltszahlungen
  • weitere diverse Abschlussarbeiten

Zu dieser Liste offener Arbeiten, kommen noch weitere hinzu:
  • Prüfung und Klärung der Buchungen des Treuhandvermögens für die Sanierungsgebiete Stadtkern und Gründerzeitring
  • Erfassen und Buchen von notwendigen Änderungen, die eine Korrektur der Eröffnungsbilanz notwendig machen
  • Aufstellen der Rechenschaftsberichte, Anhänge und Übersichten
Als Grundlage, für eine korrekte Buchung in den Folgejahren, soll eine Aktivierungsrichtlinie erarbeitet werden.

Ergänzend zu dieser Zeitschiene, wird folgender Sachverhalt zur Kenntnis gegeben:
Im Rahmen der Veräußerung von Grundvermögen wurde festgestellt, dass im Zuge der Bewertung des Vermögens für die Eröffnungsbilanz, das im Bewertungsleitfaden des Landes Brandenburg beschriebene Verfahren nach Normalherstellungskosten 2000 (NHK 2000), als vereinfachtes pauschaliertes Bewertungsverfahren, im Wesentlichen angewendet wurde.
Eine Wertminderung, wegen Baumängel und Bauschäden bzw. unterlassene Instandhaltungen, wurde bei den meisten Objekten nicht vorgenommen, da diese Informationen nicht vorlagen. Eine Überprüfung der Bewertung sämtlicher Anlagen der Eröffnungsbilanz würde den o. a. Zeitrahmen sprengen. Die Verwaltung beabsichtigt, die Eröffnungsbilanz in den Punkten, bei denen eine mögliche Wertminderung nicht vorgenommen wurde, nicht zu ändern. In der Folge können daraus jedoch, bei Veräußerung, höhere Abschreibungen resultieren.
Im Gegensatz dazu ist die Eröffnungsbilanz jedoch dann nachträglich zu korrigieren, wenn die Bewertung fehlerhaft war oder der Ansatz zu Unrecht unterblieb und es sich dabei um einen wesentlichen Betrag handelt. Um einen fehlerhaften Bilanzansatz handelt es sich dann, wenn der Bilanzansatz nicht den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung entspricht.

Beratungsfolge:

Ausschuss/Gremium Termin
Finanzausschuss 04.10.2016
6. Stadtverordnetenversammlung 13.10.2016
Finanzausschuss 15.11.2016
6. Stadtverordnetenversammlung 24.11.2016