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DIE LINKE - Hortsozialarbeiter an Bernauer Schulen (5-1251)

Antrag an die Stadtverordnetenversammlung Bernau bei Berlin
Vorlage Nr.:5-1251
Version: 1
Eingereicht am:18.07.2013
Typ:Fraktionsvorlage
Öffentlich:Ja

Inhalt und Begründung:

Die Stadt Bernau bei Berlin ist für vier Grundschulen und zwei Oberschulen als Schulträger verantwortlich. Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Barnim stellte bereits vor zehn Jahren einen höheren Bedarf von Sozialarbeit an den Schulen fest. Gleichwohl wurden der Tobias-Seiler-Oberschule bislang lediglich 10 Wochenstunden zugestanden, der Grundschule an der Hausenheide sechs und der Grundschule am Blumenhag nur 45 Minuten. Die Schulleiter dieser Schulen erklärten öffentlich, dass die Schulsozialarbeit für die Lehrer eine große Hilfe darstelle, es aber nicht ausreiche, wenn Sozialarbeiter nur stundenweise "Gastrollen" an den Schulen geben. Diese Problematik verschärfe sich durch die geringe personelle Ausstattung der Schulen und die Anforderungen, die die Inklusion den Schulen künftig stellen werde.
Vor diesem Hintergrund ist zur Ermöglichung von Chancengleichheit für Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft sowie unterschiedlicher körperlicher und geistiger Fähigkeiten notwendig, ein Angebot der Jugendhilfe zu schaffen, bei dem sozialpädagogische Fachkräfte kontinuierlich an Schulen tätig sind (s. Anlage).
Mit Lehrkräften und Horterzieherinnen und Horterziehern ist auf einer verbindlich vereinbarten und gleichberechtigten Basis zusammenzuarbeiten, um Kinder und Jugendliche in ihrer individuellen, sozialen und schulischen Entwicklung zu fördern und beizutragen, Bildungsbenachteiligungen zu vermeiden und zu verringern.
Die Stadt Bernau bei Berlin schafft modellhaft zunächst zwei Stellen der Sozialarbeit, die die Grundschülerinnen und Grundschüler besonders im Hortbereich unterstützen und fördern sollen.
Um den Wirkungsgrad messen zu können, werden Zielvereinbarungen formuliert und die Stellen jährlich evaluiert.
Um eine Überlastung des städtischen Haushaltes zu vermeiden wird vorgeschlagen, eine Landes- bzw. Drittmittelfinanzierung zu erreichen.

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung von Bernau bei Berlin beschließt:
  1. Zwei Stellen für Hortsozialarbeit werden ausgeschrieben, die spätestens zum 1. Schulhalbjahr 2014/15 zu besetzen sind.
  2. Die Stadt kann die Stellen auch dadurch schaffen, dass anerkannte Träger der freien Jugendhilfe mit der Durchführung der Schulsozialarbeit beauftragt werden.
  3. Die Stellen werden zu gleichen Zeitanteilen an den sich in Trägerschaft der Stadt Bernau bei Berlin geführten Grundschulen besetzt. Hierfür werden Zielvereinbarungen aufgestellt und eine jährliche Evaluation durchgeführt.
  4. Zur anteiligen Finanzierung der Stellen führt die Stadt Verhandlungen mit dem Land Brandenburg sowie der Stiftung "Sozialpädagogisches Institut Walter May", beantragt entsprechende Fördermittel und bemüht sich um eine Drittfinanzierung weiterer Stiftungen bzw. Sponsoren.
  5. Über den Stand der Finanzierungsbemühungen ist die Stadtverordnetenversammlung vierteljährlich zu unterrichten.

Finanzielle Auswirkungen: Ja

im Verwaltungshaushalt: Nein
im Vermögenshaushalt: Nein

  Einnahmen Ausgaben
geplant:
Haushaltsstelle:
jährliche Folgen: 120.000 €

 

  Deckung
planmäßig: Nein
überplanmäßig: Nein
außerplanmäßig: Ja
Mehreinnahmen: Nein Haushaltsstelle:
Minderausgaben: Nein Haushaltsstelle:

Beratungsfolge:

Ausschuss/Gremium Termin J N E
Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport 05.08.2013 0 0 0
Finanzausschuss 06.08.2013 7 0 0
Hauptausschuss 08.08.2013 11 0 0
5. Stadtverordnetenversammlung 15.08.2013 0 0 0