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Vorplanung für das Neue Rathaus Bernau (6-256)

Antrag an die Stadtverordnetenversammlung Bernau bei Berlin
Vorlage Nr.:6-256
Version: 1
Eingereicht am:04.03.2015
Typ:Verwaltungsvorlage
Öffentlich:Ja

Dateianlagen:

Anlage zur Vorlage Nr. 6-256 Vorplanung Neues Rathaus 26.03.2015
anlage_zur_vorlage_nr._6-256_vorplanung_neues_rathaus_26.03.2015.pdf (2,75 MB)

 

Inhalt und Begründung:


Am 06.03.2014 hat die Stadtverordnetenversammlung die Ausschreibung des architektonischen Realisierungswettbewerbs auf der Grundlage der vorgelegten Auslobung für das Neue Rathaus am Standort der Bürgermeisterstraße 25 beschlossen (Beschluss Nr. 5-971/2014).

Am 10.10.2014 entschied das neunköpfige Preisgericht unter dem Vorsitz des Architekten Prof. Jörg Friedrich nach ausführlicher Diskussion einstimmig, die Wettbewerbsarbeit des Büros studioinges, Architektur und Städtebau GbR, aus Berlin, mit dem 1. Preis auszuzeichnen.

Die Stadtverwaltung ist der Empfehlung des Preisgerichtes gefolgt und hat den Entwurf von studioinges zur Grundlage der weiteren Realisierungsplanung gemacht. Damit löste sie das Auftragsversprechen aus der Auslobung des Wettbewerbsverfahrens ein, dem ausgewählten Preisträger weitere Planungsleistungen nach HOAI zu übertragen. Vorerst wurde studioinges mit der Überarbeitung und Vertiefung des Wettbewerbsentwurfes beauftragt, mit dem Ziel, eine genehmigungsfähige Vorplanung vorzulegen.

Wesentliche Inhalte der Überarbeitung waren die Prüfung der Genehmigungsfähigkeit des Wettbewerbsentwurfes nach § 34 BauGB, die Optimierung des vorgeschlagenen Erschließungssystems der Tiefgarage, die funktionale Optimierung aller Geschossgrundrisse und die zeichnerische Darstellung mit ergänzender Beschreibung. Zur Steuerung der weiteren Planung und Umsetzung wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, bestehend aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Büros Fiebig Schönwälder Zimmer, Architektur + Stadtplanung, von dem auch das Wettbewerbsverfahren durchgeführt wurde.

Die städtebauliche Umsetzbarkeit des Wettbewerbsentwurfes wurde auf einem Abstimmungstermin am 22.01.2015 im Rathaus Bernau mit Vertretern der Stadtverwaltung, des Strukturentwicklungs- und Bauordnungsamtes Eberswalde und den Architekten beraten. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass keine Bauleitplanung erforderlich ist und ein Baugenehmigungsverfahren durchgeführt werden kann.

Auf der Grundlage des überarbeiteten Raumprogrammes der Stadtverwaltung wurde unter Beibehaltung der bestehenden Gebäudekubatur eine Optimierung der Geschossgrundrisse vorgenommen. Ergänzend zu dem Wettbewerbsentwurf ist eine öffentliche Cafénutzung auf einer Dachterrasse des viergeschossigen Gebäudeteiles vorgesehen. Die dafür notwendige Erweiterung des östlichen Treppenhauses mit einem zusätzlichen Aufzug ermöglicht die in der Auslobung geforderte separate barrierefreie Erschließung des Sitzungssaales auch außerhalb der Büroöffnungszeiten ohne Nutzung des Foyers. Die Kantine im EG wird direkt an diesen Treppenhauskern angebunden, zusätzlich werden im 4. Obergeschoss 50 m² Nutzfläche für notwendige WC-Anlagen und gastronomische Funktionsräume benötigt.

Mit dem vorliegenden Entwurf wird der Stadtverordnetenversammlung der aktuelle Stand der Vorplanung zur Realisierungsentscheidung vorgelegt, der nach seinem Beschluss die Grundlage für die weitere Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung bilden soll. Nachfolgend soll ein Architektenvertrag mit dem Büro studioinges abgeschlossen werden, der neben weiteren Leistungsphasen nach HOAI auch Ingenieurleistungen für Bauphysik, Brandschutz und Verkehrsplanung (Tiefgarage und Stellplätze) beinhalten soll.

Für die Ausschreibung der Projektsteuerungsleistungen, der Tragwerksplanung und der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung wird ein EU-weites Vergabeverfahren angestrebt. Die Erstellung eines Amtlichen Lageplanes für das Baugrundstück, ein Gründungsgutachten und die Abrissplanung des Bestandsgebäudes werden vom Hochbauamt der Stadtverwaltung extern vergeben.

Die Erstellung einer belastbaren Kostenschätzung für die Gesamtbaukosten nach DIN 276 ist erst nach dem Vorliegen der Fachplanungen für Tragwerk, Technische Gebäudeausrüstung, Bauphysik und Brandschutz in Zusammenarbeit mit den Fachingenieuren möglich. Die ursprüngliche Zielgröße von 10 Millionen Euro (brutto) bildet weiterhin die Grundlage für die Baukosten des Gebäudes.

Beschlussvorschlag:


Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, dem vorliegenden Stand der Vorplanung des Architekturbüros studioinges, Architektur und Städtebau GbR, für das Neue Rathaus Bernau (Anlage) als Grundlage für die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung zuzustimmen.

Finanzielle Auswirkungen: Nein


Beratungsfolge:

Ausschuss/Gremium Termin J N E
Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr 15.04.2015 8 1 0
6. Stadtverordnetenversammlung 23.04.2015 0 4 0