Sommer im Stadtpark
 

Entscheidung über die weitere Umsetzung des Konzeptes Wohngebiet Blumenhag, Bernau bei Berlin -. verkehrstechnische Untersuchung (6-887)

Antrag an die Stadtverordnetenversammlung Bernau bei Berlin
Vorlage Nr.:6-887
Version: 1
Eingereicht am:12.06.2017
Typ:Verwaltungsvorlage SVV
Öffentlich:Ja

Dateianlagen:

Anlage zur Vorlage 6-887
anlage_zur_vorlage_6-887.pdf (2,43 MB)

 

Inhalt und Begründung:

Gegen die seit dem 12.04.2017 geltende geänderte Verkehrsführung in der Rosenstraße liegen der Stadtverwaltung zahlreiche Beschwerden (insbesondere der Anwohner der Fliederstraße) vor. Zudem wurde von den Anwohnern der Fliederstraße gegen die verkehrsrechtliche Anordnung vom 17.03.2017 Widerspruch eingelegt. Insofern muss nach derzeitigem Kenntnisstand mit der Abordnung der aktuellen Regelung in der Rosenstraße durch die Untere Straßenverkehrsbehörde gerechnet werden, d.h. die Wiederherstellung der vorherigen Verkehrssituation. Überdies hat die CDU-Fraktion die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für die Steuerung der Verkehrsbelastung im gesamten Quartier "Blumenhag" (Vorlage 6-881) gefordert.
Vor diesem Hintergrund soll als Lösungsansatz zur Verbesserung der Verkehrssituation aller Straßen im Quartier "Blumenhag" über das beiliegende Verkehrskonzept abgestimmt und dieses vollumfänglich sukzessive umgesetzt werden. Die Erstellung eines weiteren (neuen) Verkehrskonzeptes wird nicht als erforderlich angesehen. Alternativ bliebe es bei der "alten" Regelung.

Laut verkehrstechnischer Untersuchung 2015 betrug die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke in der Rosenstraße 1.402 Fahrzeuge und in der Fliederstraße 236. Gemäß der Verkehrsdatenauswertung in der Rosenstraße vom Oktober 2012 betrug die durchschnittliche Anzahl der Fahrzeuge pro Tag sogar 1.829 bzw. 1.963 (2. Messung). Die aktuelle Verkehrsdatenauswertung einer Verkehrszählung in der Rosenstraße in der 24.KW liegt leider noch nicht vor.
Die durchschnittliche Anzahl der Fahrzeuge pro Tag lag in der Fliederstraße bei den aktuellen Messungen bei 706 (Messung vom 29.04.-05.05.2017) bzw. bei durchschnittlich 973 Fahrzeugen pro Tag (Messung vom 07./08.06.17), d.h. 40 Fahrzeuge pro Stunde bzw. 0,68 Fahrzeuge pro Minute. Hierbei muss aber berücksichtigt werden, dass beim ersten Mal sieben Tage gemessen wurden, darunter auch Samstag, Sonntag und der 01. Mai als Feiertag. Eine Zunahme des Verkehrs würde ich daraus nicht ableiten.

Aus den genannten Zahlen wird aber deutlich, dass sich der Fahrzeugverkehr in der Fliederstraße zwar vervierfacht hat, insgesamt jedoch der Durchgangsverkehr abgenommen und sich nicht lediglich eins-zu-eins von der Rosen- auf die Fliederstraße verlagert hat.
 
Wie bereits erwähnt (s. Information an die Stadtverordneten vom 16.05.2017) besteht das verkehrspolitische Ziel darin, den Durchgangsverkehr über die L 30 – L 200 – L 314 auf dem Hauptnetz zu führen. Die Verbindungsfunktion zwischen dem übergeordneten Netz (Schönower Chaussee und Heinersdorfer Straße) für den Durchgangsverkehr über Anliegerstraßen sollte zu diesem Zweck unterbunden werden. Im Anschluss an die verkehrstechnische Untersuchung Im Blumenhag wurde mit der neuen Verkehrsführung die Nord-Süd-Verbindung über die Rosenstraße unterbrochen und die Durchfahrung des Wohngebiets Blumenhag unattraktiver gemacht. Die Rosenstraße war für den Durchgangsverkehr aufgrund der verkehrlichen Gegebenheiten (Straßenausbau, Ampel) besonders attraktiv.
Gleichwohl ist das Verkehrsaufkommen in der Fliederstraße vergleichsweise hoch und dieser Hinsicht konstant. Einen Rückgang des Verkehrsaufkommens konnte jedenfalls bislang innerhalb der letzten zwei Monate nach Einführung der neuen Regelung nicht beobachtet werden – trotz der straßenverkehrlichen Gegebenheiten.

Im Übrigen verweise ich auf die Information an die Stadtverordneten in der Sitzung vom 18.05.2017.


Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Umsetzung der vorliegenden verkehrstechnischen Untersuchung "Wohngebiet Blumenhag Bernau bei Berlin".

Finanzielle Auswirkungen: Ja

im Verwaltungshaushalt: Nein
im Vermögenshaushalt: Nein

  Einnahmen Ausgaben
geplant:
Haushaltsstelle:
jährliche Folgen:

 

  Deckung
planmäßig: Nein
überplanmäßig: Nein
außerplanmäßig: Nein
Mehreinnahmen: Nein Haushaltsstelle:
Minderausgaben: Nein Haushaltsstelle:
Bemerkung:
Die Kosten für die Umbeschilderung werden nach der verkehrstechnischen Untersuchung auf ca. 5.500 € geschätzt, davon trägt der Landesbetrieb Straßenwesen etwa 1.500 € für die erforderlichen Verkehrszeichen auf der L 314.

Beratungsfolge:

Ausschuss/Gremium Termin J N E
Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr 28.06.2017 6 0 2
6. Stadtverordnetenversammlung 06.07.2017 14 8 3
Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr 06.09.2017 8 0 0
6. Stadtverordnetenversammlung 14.09.2017 0 0 0
 
 
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