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Information zum derzeitigen Stand des INSEK Bernau bei Berlin (6-679)

Antrag an die Stadtverordnetenversammlung Bernau bei Berlin
Vorlage Nr.:6-679
Version: 1
Eingereicht am:05.10.2016
Typ:Informationsvorlage
Öffentlich:Ja

Dateianlagen:

Anlage zur Vorlage 6-679 INSEK
anlage_zur_vorlage_6-679_insek.pdf (1,40 MB)

 

Inhalt und Begründung:


Integrierte Stadtentwicklungskonzepte (INSEK) übernehmen die Funktion eines übergeordneten Planungsinstrumentes auf gesamtstädtische Ebene. Sie dienen der Entwicklung langfristiger Zielvorstellungen und Handlungsansätzen für die Stadt- und Ortsteile im regionalen Kontext. Hierbei werden fachlich übergreifend unterschiedlichste Handlungsfelder der Stadtentwicklung wie z. B. Wohnen, Verkehr, Bildung und Klimaschutz betrachtet.

Im Land Brandenburg dienen die INSEK nicht nur als Strategie- und Koordinierungsinstrument der Stadtentwicklung auf kommunaler Ebene, sondern sie bilden außerdem die planerische Entscheidungsgrundlage und Voraussetzung für die Zuwendung von Fördermitteln von Bund, Land sowie aus den EU-Strukturfonds (u.a. EFRE).

Mit der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm `Aktive Stadtzentren` ist Bernau bei Berlin durch das Land Brandenburg aufgefordert worden, ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten. Eine durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft im Jahr 2012 veröffentlichte "Arbeitshilfe zur Erstellung und Fortschreibung von Integrierten Stadtentwicklungskonzepten (INSEK) im Land Brandenburg" setzt einen konkreten Rahmen für die Struktur und die fachlichen Inhalte eines INSEK. Dazu gehören:

  • die Betrachtung der übergeordneten Rahmenbedingungen für die Stadtentwicklung, Auswertung vorliegender Konzepte, SWOT-Analyse sowie Ableitung von Handlungsbedarfen,

  • die Formulierung eines Leitbildes und Definition übergeordneter Entwicklungsziele für die mittel- bis langfristige Stadtentwicklung,

  • die Entwicklung von Umsetzungsstrategien für unterschiedliche Handlungsfelder und die Steuerung der Stadtentwicklungsprozesse sowie

  • die Ableitung von Zentralen Vorhaben mit einer räumlichen oder thematischen Bündelung strategisch bedeutender Maßnahmen, einschließlich Erstellung eines Finanzierungskonzeptes.

Nachdem nun im letzten Jahr die Aufgabenstellung und die Vergabe des INSEK an das Büro B.B.S.M. durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, hat das Büro im Januar diesen Jahres mit dem ersten Arbeitsschritt, der Bestandsaufnahme, begonnen. Hier galt es zunächst alle Fakten über Bernau bei Berlin zusammenzutragen. Dazu gehörten neben den Einwohner- und Strukturdaten auch die schon vorhandenen Konzepte und Strategien, die ausgewertet werden mussten. Im Rahmen von zahlreichen Beteiligungsschritten, wie z. B. der AG-INSEK oder der Expertenrunde, wurden die sich daraus ableitenden Handlungsfelder immer wieder hinterfragt und zur Diskussion gestellt. Anschließend wurde ein Leitbildentwurf vorgeschlagen sowie übergeordnete Entwicklungsziele definiert. Diese befinden sich nun im Diskussionsprozess.

In den nächsten Schritten werden die Umsetzungsstrategien für die unterschiedlichen Handlungsfelder entwickelt, um daraus dann anschließend konkrete Projekte ableiten zu können. Auch hierzu wird es einen dialogorientierten Prozess in den Beteiligungsrunden geben, so dass eine enge Abstimmung gewährleistet ist.

Innerhalb der nächsten Arbeitsschritte ist auch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vorgesehen. Am 25. Januar wird ein Bürgerforum stattfinden, zu dem sowohl die kommunalpolitischen Vertreter als auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen werden. Im Mittelpunkt sollen die Vorstellung der Entwicklungsziele, die Umsetzungsstrategie und die zentralen Vorhaben stehen, die aus Bestandsanalysen und Prognosen hergeleitet wurden. Allen Teilnehmern wird so die Möglichkeit gegeben, wesentliche Ergebnisse zu diskutieren und eigene Anregungen zu formulieren.

Parallel zum INSEK-Prozess wurde das Gutachten zur Entwicklung von Wohnungsnachfrage und Wohnungsangebot bis 2025 an das Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik (IfS) vergeben. Ziel des Wohnungsmarktgutachtens sind die quantitative Bewertung der Wohnbedarfe sowie qualitative Aussagen zu den in Vermarktung bzw. in Planung befindlichen Neubaugebieten. Mit dem Gutachten soll eine fachlich und empirisch fundierte Grundlage vorliegen, mit der die Entwicklungsmöglichkeiten der verschiedenen Wohnungsmarktsegmente in Bernau und ihre räumlichen Schwerpunkte dargestellt werden können.

Nachdem, parallel zum INSEK, die Datenbeschaffung und deren Auswertung abgeschlossen wurde, konnte auf dessen Grundlage eine differenzierte Wohnungsmarktanalyse und der zukünftige Wohnungsbedarf (Prognose) abgeleitet werden. In den nächsten Schritten werden drei verschiedene Szenarien einer Nachfrage- und Angebotsentwicklung erarbeitet sowie der ermittelte Neubaubedarf mit den bereits geplanten Wohnbauflächen gegenübergestellt und bewertet. Abschließend werden aus der Gegenüberstellung verschiedene Handlungsempfehlungen in unterschiedlichen Handlungsfeldern aufgezeigt.

Der Abschlussbericht des Wohnungsmarktgutachtens wird im Dezember diesen Jahres vorgelegt.

Der Stand der Bearbeitung wird in der Stadtverordnetenversammlung am 24.11.2016 durch das Büro B.B.S.M. präsentiert.



Beratungsfolge:

Ausschuss/Gremium Termin
Ortsbeirat Birkholz 08.11.2016
Ortsbeirat Schönow 08.11.2016
Ortsbeirat Börnicke 09.11.2016
Ortsbeirat Ladeburg 09.11.2016
Ortsbeirat Lobetal 08.11.2016
Ortsbeirat Birkholzaue 09.11.2016
Ortsbeirat Waldfrieden 09.11.2016
Umwelt- und Wirtschaftsausschuss 10.11.2016
Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport 14.11.2016
Ortsbeirat Birkenhöhe 14.11.2016
Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr 16.11.2016
Hauptausschuss 17.11.2016
6. Stadtverordnetenversammlung 24.11.2016