einverstanden Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies auf dieser Webseite zu. Weiterführende Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.
Mohnblumen_im_Weizenfeld_7
startbild_baustelle_var2.gif
 

Aufstellung des Bebauungsplanes "Schönower Chaussee/ Im Blumenhag" (6-130)

Antrag an die Stadtverordnetenversammlung Bernau bei Berlin
Vorlage Nr.:6-130
Version: 1
Eingereicht am:08.10.2014
Typ:Verwaltungsvorlage
Öffentlich:Ja

Inhalt und Begründung:


Die Wohnungs- und Baugesellschaft mbH Bernau (WOBAU) hat am 24.06.2014 einen Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplanes für das ehemalige Gelände der Metallgenossenschaft an der Ecke Schönower Chaussee/ Im Blumenhag gestellt (Anlage 1). Der Plan soll als Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB (Bebauungsplan der Innenentwicklung) aufgestellt werden.

Der geplante Geltungsbereich des Bebauungsplangebietes umfasst eine Fläche von ca. 0,74 ha, beinhaltet die Flurstücke 115/1, 115/2 (teilweise) und 254 der Flur 34 der Gemarkung Bernau und ist im Lageplan dargestellt (Anlage 2). Der Bereich ist im Flächennutzungsplan der Stadt Bernau bei Berlin als Wohnbaufläche dargestellt, so dass der Bebauungsplan aus dem Flächennutzungsplan entwickelbar ist. Die Wohnbaufläche ist hier als Einfamilienhausgebiet ausgewiesen, jedoch schließen sich östlich entlang der Schönower Chaussee in Richtung Innenstadt eine denkmalgeschützte dreigeschossige Wohnanlage und ein fünfgeschossiger Plattenbau an. Im gegenüberliegenden Bebauungsplangebiet "Konrad-Zuse-Straße/ Schönower Chaussee" ist straßenbegleitend eine dreigeschossige Wohnbebauung festgesetzt. In diesem städtebaulichen Kontext soll auch im Geltungsbereich eine mehrgeschossige Bebauung entwickelt werden.

Mit dem Bebauungsplan werden folgende Planungsziele verfolgt:
  • geordnete städtebauliche Entwicklung und Aufwertung einer überkommenen Gewerbeliegenschaft
  • Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung von mehrgeschossigen Mietwohngebäuden
  • nachfrageorientierte Weiterentwicklung innerstädtischer Wohnstrukturen

Das mit der Hochbauplanung beauftragte Architekturbüro Döllinger Architekten hat im Vorfeld mehrere städtebauliche Varianten entwickelt, die sich insbesondere hinsichtlich der Anordnung der Baukörper sowie der Lage der Stellplätze und ihrer Zufahrten unterscheiden. Drei dieser Varianten wurden im Rahmen einer frühzeitigen Beteiligung den berührten Behörden und Fachämtern zur Abstimmung vorgelegt. Im Ergebnis konnte ein einstimmiges Votum für eine Variante eingeholt werden, die der weiteren Planung zu Grunde gelegt werden soll.

Diese Variante (Anlage 3) sieht eine viergeschossige Bebauung mit insgesamt 67 Wohneinheiten vor, die Gebäude an der Schönower Chaussee sind leicht zurückgesetzt und entlang der Straße Im Blumenhag ist eine Randbebauung vorgesehen. An der Schönower Chaussee ist eine Stellplatzanlage geplant, deren Erschließung über die Straße Im Blumenhag erfolgen soll. Bei der vorgeschlagenen Bebauung handelt es sich um eine vom Vorhabenträger entwickelte Modulbauweise, deren gestalterische Ausbildung im weiteren Verfahren im Rahmen der Beteiligung noch abzustimmen ist.

Der Bebauungsplan soll gemäß § 13a BauGB als "Bebauungsplan der Innenentwicklung" im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Im vorliegenden Antrag handelt es sich um die Umnutzung einer bebauten Fläche innerhalb des Siedlungszusammenhanges und die zulässige Grundfläche wird weniger als 20.000 m² betragen. Anhaltspunkte für die Beeinträchtigung von FFH- und Vogelschutzgebieten bestehen nicht. Für das Vorhaben ist keine Umweltprüfung nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung oder nach Landesrecht notwendig. Eine Eingriffs-/ Ausgleichsbilanz und ein naturschutzrechtlicher Ausgleich sind nicht notwendig, weil Eingriffe, die auf Grund der Aufstellung des Bebauungsplanes zu erwarten sind, gemäß § 13a Abs. 2 Punkt 4 BauGB vor der planerischen Entscheidung erfolgt sind oder zulässig waren.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass von der Angabe nach § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind, gemäß § 13a Abs. 2 Punkt 1 BauGB in Verbindung mit § 13 Abs. 3 Satz 1 BauGB abgesehen wird. Der § 4c BauGB (Überwachung erheblicher Umweltauswirkungen) ist nicht anzuwenden.

Sämtliche Kosten im Zusammenhang mit dem Verfahren werden von der Wohnungs- und Baugesellschaft mbH Bernau (WOBAU) übernommen.

Beschlussvorschlag:


Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Aufstellung des Bebauungsplanes "Schönower Chaussee/ Im Blumenhag" in Bernau bei Berlin gemäß § 13a Abs. 1 Satz 1 des Baugesetzbuches (BauGB) als Plan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren für den im Lageplan (Anlage 2) dargestellten räumlichen Geltungsbereich.

Finanzielle Auswirkungen: Nein


Beratungsfolge:

Ausschuss/Gremium Termin J N E
Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr 19.11.2014 8 0 0
6. Stadtverordnetenversammlung 27.11.2014 0 0 0