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Kein Genmaisanbau in Weesow (5-133)

Antrag an die Stadtverordnetenversammlung Bernau bei Berlin
Vorlage Nr.:5-133
Version: 1
Eingereicht am:27.02.2009
Typ:Fraktionsvorlage
Öffentlich:Ja

Inhalt und Begründung:

Begründung für die Dringlichkeit:
Da die Aussaat des Genmais schon im März 2009 beginnen soll, ist die unverzügliche Beschlussfassung erforderlich, um noch eine rechtzeitige politische Wirkung entfalten zu können und die Handelnden von ihrem Vorhaben abzubringen.

Da die Firma Syngenta den von ihr entwickelten herbizidresistenten Genmais GA 21 auf einer 8000 qm großen Ackerfläche im März aussäen will, werden durch die Pollen des Mais im Frühjahr zunächst die umliegenden Äcker gefährdet, die vom Pollenflug des genveränderten Maises beeinflusst werden. Die in Weesow und Umgebung tätigen Imker laufen zudem unmittelbar Gefahr, dass ihre Bienenvölker genveränderte Pollen aufnehmen und wirtschaftlich nicht mehr genutzt werden können. Ferner drohen unmittelbare Schäden durch die Verteilung der Pollen durch die umherfliegenden Bienen. In der Folge besteht die Gefahr, dass unerkannt genmanipulierte Lebensmittel (Honig, anderer Mais ect.) insbesondere in den lokalen Handel gelangen und dadurch auch die lokalen Verbraucher unmittelbar beeinträchtigt werden.
Ferner trägt die mit dem geplanten einhergehenden Herbizideinsatz ausgelöste zusätzliche Umweltbelastung dazu ein, die eingesetzten Herbizide unmittelbar in das örtliche Grundwasser gelangen zu lassen, was auch zu mittelbaren zusätzlichen Umweltbelastungen des Grundwassers in den Nachbargemeinden führen kann.
Nur durch die beabsichtigte Beschlussfassung kann der Wille der Handelnden in Werneuchen beeinflusst werden, vom geplanten Anbau des genveränderten Maises Abstand zu nehmen und den Betroffenen in der Stadt Werneuchen und unmittelbar im Ortsteil Weesow politisch „den Rücken zu stärken“.


Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung von Bernau bei Berlin spricht sich im Namen der Bürgerschaft Bernaus als Nachbargemeinde der Stadt Werneuchen gegen den geplanten Genmaisanbau ab März 2009 im Ortsteil Weesow durch die Schweizer Firma Syngenta aus.

Die Stadtverordnetenversammlung betrachtet die Aktivitäten der Syngenta in Weesow mit großer Sorge um die Gesundheit der dortigen Bewohner des Ortes und nicht zuletzt auch der eigenen Gemeinde.

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bernau bei Berlin hat sich bereits im Jahr 2008 durch Beschluss als gentechnikfreie Gemeinde etabliert und lehnt den Anbau von genmanipuliertem Mais grundsätzlich ab. Die Einwohner auch unserer Stadt und die Pflanzen und Tierwelt in unserer Gemeinde sollen absolut davor geschützt sein, mit genmanipulierten Pflanzen und Lebensmitteln in Kontakt zu kommen. Wir möchten unsere noch in großen Teilen wieder aktive Umwelt auch vor Genmanipulationen schützen und unseren Kindern und Enkeln deren Lebensgrundlage erhalten.


Finanzielle Auswirkungen: Nein


Beratungsfolge:

Ausschuss/Gremium Termin J N E
5. Stadtverordnetenversammlung 26.02.2009 17 2 8
 
 
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Zuständigkeitsordnung

Zuständigkeitsordnung für die ständigen Ausschüsse der Stadtverordnetenversammmlung der Stadt Bernau bei Berlin und den Bürgermeister in der Fassung der fünften Änderung vom 12. Juni 2019 (Lesefassung)

Zuständigkeitsordnung
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