Sommer im Stadtpark
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Die grüne Lunge Bernaus entsteht

Luftbild PankeparkAuf dem Gelände zwischen Bahntrasse und Schönfelder Weg entsteht schrittweise der Pankepark. (Foto: Bernau LIVE / Allmeroth)

Wie aus dem Areal um den Teufelspfuhl der Pankepark werden soll

Regelmäßig braust an ihm die Bahn vorbei, nebenan kaufen Menschen in der Bahnhofspassage ein. Doch trotz aller Hektik und Bewegung, die sich um ihn herum ereignet, liegt der Teufelspfuhl etwas still und verborgen im Dornröschenschlaf. Dies hat auch mit dem Angel- und Badeverbot zu tun, das die Kreisverwaltung aus gutem Grund seit vielen Jahren über den kleinen See verhängt hat und jährlich erneuert. In den letzten Wochen hat sich an der Abgeschiedenheit des Teufelspfuhls allerdings etwas geändert, soll er doch wie auch die Bodenschichten in seiner Nähe in den kommenden Jahren durch eine Filteranlage von Schadstoffen befreit werden. Die dafür notwendigen Kosten belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro. Einen Großteil davon – etwa 1,7 Millionen Euro – stellt das Land Brandenburg im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs aus EU-Fördermitteln zur Verfügung. Die Sanierung ist eine Voraussetzung, um dieses Gewässer und seine Umgebung in ein Naherholungsgebiet umzuwandeln – den Pankepark.

Entwicklung in mehreren Schritten

Da die Bodenoberfläche nicht von der Schadstoffbelastung betroffen ist, können schon bald die ersten Maßnahmen zur Gestaltung des so genannten Pankeparks umgesetzt werden, der rund um den Teufelspfuhl entstehen wird. Geplant ist, das 19 Hektar große Gelände schrittweise als öffentlichen Park der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Zuletzt wurden gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe die Entwürfe für ein künftiges Wegenetz erarbeitet, die aktuell weiter konkretisiert werden. Dieses soll die unterschiedlichen Zonen des Parks erschließen – die Naturzone, die Erholungszone und die Sportzone. Das neue Naherholungsgebiet wird später von mehreren Seiten aus erreichbar sein, unter anderem auch von dem Gebäudekomplex des ehemaligen Heeresbekleidungsamts, in dem zu DDR-Zeiten Truppen der Roten Armee untergebracht waren und in dem aktuell mehr als 600 Wohnungen entstehen. Auch eine Kita mit rund 150 Plätzen wird unmittelbar in der Nähe neu gebaut und soll ab 2020 in Nutzung gehen.

Aktuell: Wildnis im Wartestand

Etwas wild, unübersichtlich und nicht sehr zugänglich präsentiert sich das Gebiet derzeit. Über den südlichen Zugang an der Börnicker Chaussee ist die Panke-Aue erreichbar. Von dort aus geht es zum Teufelspfuhl. Hier dünnen die Wege aus – ein Grund, warum sich hier die Natur in den vergangenen Jahrzehnten ungestört entfalten konnte: Hohe Pappeln, schlanke Birken, abgestorbene Baumriesen, die von Schlingpflanzen und Schwämmen gleichermaßen bedrängt werden, Heckenreihen und Schilfgebiete, keckernde Eichhörnchen und etwas scheu ein riesiger Buntspecht auf der Suche nach einem morgendlichen Festmahl. „Hier ist schon so viel vorhanden. Die Natur ist vielfältig und interessant; da muss man nicht mehr viel anpflanzen, sondern nur noch herausarbeiten“, so Projektleiter Jürgen Brinckmann vom städtischen Bauamt. Also hier und da etwas zurückschneiden, einen Weg anlegen oder Infotafeln anbringen. Manche Flächen, wie etwa das Moorgebiet in der Nähe des Teufelspfuhls oder die Schmetterlingswiese, sind besonders schützenswert. Andere wiederum eignen sich zur menschlichen Nutzung, jedoch erst, wenn der Park Schritt für Schritt freigegeben werden kann. „Ich verstehe jeden, der sich gerne in der Natur aufhält, aber ich bitte da wirklich um Geduld. Dieses Gebiet ist wie ein roher Edelstein: sehr wertvoll, aber er muss noch geschliffen werden, damit seine Schönheit zur Geltung kommt und er muss noch gefasst werden, damit er auch von Menschen richtig genutzt werden kann“, so Brinckmann. Um im Bild zu bleiben: Das Wegenetz könnte man als eine solche Fassung verstehen.

Fauna, Flora, Freizeit – vielfältige Nutzung geplant

In wenigen Jahren also können die Bernauer im Pankepark mitten in der Stadt Erholung finden und ihre Freizeit verbringen. Möglich wird das, indem die verschiedenen Bereiche des Parks unterschiedlich genutzt werden – von Bereichen, die der Natur überlassen bleiben, über eine vorsichtige Nutzung durch den Menschen bis hin zu Freizeitflächen. Konkret wären also bestimmte Schutzbereiche, ein Naturlehrpfad, eine Streuobstwiese, eine Liegewiese, eine Spielfläche, eine Kneippstrecke und eine Fläche für Kulturveranstaltungen denkbar. All diese konkreten Beispiele sind noch nicht festgezurrt, zeigen aber, welches Potenzial in dem Gebiet um den Teufelspfuhl steckt.

An anderer Stelle ist die Verbindung aus Naturbeobachtung und Naherholung in Bernau bereits geglückt: Seit September 2016 lädt der Spiel- und Naturerlebnispfad an der Kriemhildstraße mit seinen barrierefreien Wegen und vielen Sitz- und Spielmöglichkeiten zum Verweilen ein. Was im Kleinen schon erfolgreich ist, soll nun im großen Maßstab gelingen. Für Bürgermeister André Stahl ist dies ein besonderes Projekt: „Der Park wird größer sein als das Stadtzentrum und wir haben jetzt die einmalige Chance, eine öffentliche Grünfläche dieser Dimension in zentraler Lage zu entwickeln. Das wird die grüne Lunge Bernaus. Wo findet man vergleichbares im Land Brandenburg?“ Ganz behutsam soll der Teufelspfuhl nach und nach aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden.


Sanierung des Teufelspfuhls

Für den Teufelspfuhl gilt allgemeines Bade- und Angelverbot. Grund dafür ist eine Schadstoffbelastung, die von einem Unfall mit Lösungsmitteln in den 1960er Jahren herrührt. Um diese Belastung zu beseitigen, werden der Teufelspfuhl und die tieferen Bodenschichten um ihn herum in den kommenden Jahren mittels 30 Sanierungsbrunnen und einer Filteranlage gesäubert. Das gereinigte Wasser wird dem Teufelspfuhl wieder zugeführt. Die Wildnis um den Teufelspfuhl herum ist nicht schadstoffbelastet.



 
 
ESF

Der Eu­ro­päi­sche So­zi­al­fonds (ESF) ist das arbeitsmarktpolitische In­stru­ment der Eu­ro­päi­schen Uni­on. Er fördert Beschäftigungsprojekte auf lokaler, regionaler und bundesweiter Ebene. Der ESF erhöht den Zu­gang zu bes­se­ren Ar­beitsplät­zen, bie­tet Qua­li­fi­zie­rung und un­ter­stützt die so­zia­le In­te­gra­ti­on.

 
 
 

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