einverstanden Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies auf dieser Webseite zu. Weiterführende Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.
Mohnblumen_im_Weizenfeld_7
startbild_baustelle_var2.gif
 
15. April 2011

Zauneidechsen müssen umziehen

Zauneidechsen müssen umziehen
Zauneidechsen müssen umziehen

Ein Ersatzlebensraum für Zauneidechsen entsteht derzeit neben der Bernauer Deponie Ogadeberg im Stadtteil Nibelungen. Erforderlich ist dies, da die Sanierung der Deponie bevorsteht und die Tiere während der Bauzeit dort nicht überleben könnten. Im Januar und Februar wurden auf dem Ogadeberg bereits Bäume und Sträucher gefällt. Das war der Start für die Baufeldfreimachung.

„Die Schließung der Deponie wurde vom Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz verfügt. Zu den Auflagen aus der Sanierungsplanung gehört auch die Umsiedlung gefährdeter Tierarten“, informiert Katharina Magasch von der M & S Umweltprojekt GmbH, die von der Stadt Bernau mit der Projektsteuerung beauftragt wurde.

Die Zauneidechse steht auf der so genannten „Roten Liste“ für besonders geschützte Arten im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes. Nach der Winterruhe ist die günstigste Zeit für die Umsiedlung. „Erst bei Temperaturen von über 15 Grad Celsius und bei Sonne kriechen die Reptilien aus ihren Winterquartieren“, so Klaus Schwake, durch den die ökologische Baubegleitung erfolgt. Kommende Woche ist das neue Quartier für die Eidechsen bezugsfertig. Diese können dann umgesiedelt werden. Nach der ersten Häutung Ende April beginnt die Paarungszeit der Tiere.  

Das Schutzgebiet wird auf einer 1000 Quadratmeter großen Fläche eingerichtet, an die sich ein Feld anschließt. Dort entstehen mit Feldstein- und Reisighaufen sowie Holzstubben Kleinstrukturen, die sowohl sommerliche Versteckmöglichkeiten als auch frostfreie Verstecke für die Winterruhe bieten. Magasch und Schwake appellieren an die Anwohner von Nibelungen und an Spaziergänger, das zum Schutz der Tiere errichtete Gebiet nicht zu betreten und auch nicht zu zerstören. „Das ist keine Spielwiese für Kinder, sondern für die gefährdeten Zaun- eidechsen, deren Überleben wir sichern wollen.“

Im nächsten Jahr wird mit der Sanierung des Ogadebergs begonnen. Dazu wird der obere Teil des Deponiekörpers profiliert, mit einer Kunststoffbahn abgedichtet und anschließend mit einer Drainageschicht versehen. Für die Entwässerung wird gesorgt. Auf den rekultivierten Flächen wird am Ende Gras gesät, so dass der Anblick dann auch wieder freundlicher sein wird. Die Arbeiten werden sich voraussichtlich über drei Jahre hinziehen.


Direkt neben der Deponie Ogadeberg entsteht ein neuer Lebensraum  für die Zauneidechsen
 
 
Suche in Stadtnachrichten
Stadtnachrichten per E-Mail