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20. September 2017

Verjüngungskur für Bernaus Innenstadt

St.-Georgen-KapelleVor der Sankt-Georgen-Kapelle: Bürgermeister André Stahl zeigt Ministerin Kathrin Schneider, wie gut die Kapelle und das daneben befindliche ehemalige Hospitalgebäude saniert wurden. (Foto: Pressestelle/cf) (Bild: 1/2)

Was Bernaus Stadtverordnete vor 25 Jahren auf den Weg brachten, entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte: die Sanierung der Innenstadt. Bei einem Spaziergang wird deutlich, dass Bernau eine Verjüngungskur erfahren hat. Die Stadt sieht heute um vieles freundlicher, intakter und attraktiver aus als kurz nach der Wende. Viele Gebäude, Straßen und Plätze wurden saniert oder neu gebaut.

In alter Schönheit präsentieren sich die Bürgerhäuser am Marktplatz. Ebenfalls saniert: das stadtbildprägende Laubenganghaus. Das Sankt-Georgen-Hospital ist wieder ein schmuckes Kleinod, ein Idyll inmitten einer pulsierenden Stadt. Auch die Weinbergstraße hat sich sehr zu ihrem Vorteil verändert. Neu sind die Brunnen vor dem Steintor und neben dem Rathaus, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Sozusagen auf Schritt und Tritt sind Sanierungserfolge zu sehen. Möglich wurden diese durch Fördermittel. Immerhin sind rund 28 Millionen Euro von Bund, Land und Stadt in den Stadtkern und den Gründerzeitring geflossen. Ein Vielfaches an privaten Investitionen folgte. Die Förderprogramme für die beiden Sanierungsgebiete sind jetzt ausgelaufen. Grund genug für eine Rückschau bei einem Pressetermin am 13. September.

Lob für Bernau gab es da von Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider: „Der Stadt Bernau ist es hervorragend gelungen, mit Hilfe der Städtebauförderprogramme die Innenstadt zu sanieren. Auch wenn noch nicht jedes Haus und jede Straße saniert ist, können sich sowohl Stadtkern als auch Gründerzeitring sehen lassen. Es wurden wichtige Einzeldenkmale wie die St.-Marien-Kirche, das Rathaus, die Stadtmauer mit Steintor und Hungerturm sowie die sogenannten Lughäuser saniert. Jetzt kommt es darauf an, die Innenstadt noch lebendiger zu machen und wichtige Funktionen zu stärken. Diesen Prozess unterstützen wir mit den Fördermitteln für aktive Stadtzentren.“ Seit 2013 wird Bernau aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gefördert. Bewilligt wurden 2,4 Millionen Euro. Das Geld wird unter anderem für die Sanierung der Kita „Angergang“ verwandt.

Bei einem Rundgang mit Bernaus Bürgermeister André Stahl konnte sich die Ministerin an sanierten Gebäuden und Plätzen erfreuen. Städtebauförderung sei ein riesengroßer Glücksfall. Immerhin ziehe ein Euro Fördergeld sieben Euro an privaten Investitionen nach sich.

Im Gegensatz zu den 1990er-Jahren gebe es heute vom Bahnhof bis zum Marktplatz überall Ladengeschäfte, Büros und Gastronomie, so André Stahl. Und dies, obwohl im Zentrum kein sogenannter Frequenzbringer ansässig sei. „Durch die Bahnhofspassage wird Kaufkraft in der Stadt gehalten. Hätten wir die Passage nicht, würden die Leute auch nicht in die Innenstadt kommen, sie würden dann in andere Center fahren.“

Längst schon hat André Stahl neue Projekte im Blick. Perspektivisch soll die wichtige Achse vom Bahnhof über den Marktplatz bis zum Ladeburger Dreieck weitergeführt werden. Die Planungen für das innerstädtische Filetstück werden in Kürze angeschoben. Auf der derzeit als Parkplatz genutzten Fläche an der Jahnstraße sollen ein Parkhaus mit rund 500 Plätzen, eine Dreifeld-Sporthalle und ein Neubau mit Platz für Büros und Praxen entstehen. Letzterer könne auch von der Medizinischen Hochschule „Theodor Fontane“ für Ausbildungszwecke genutzt werden. Das Immanuel Klinikum gehört zu den Trägern der privaten Hochschule.

Den Abschluss der großen Sanierungsaktionen feiert Bernau am 2. Oktober mit dem Lichtfestival „Bernau leuchtet“. Dabei werden besonders markante Gebäude angestrahlt. Kunstvolle Illuminationen an der Sankt-Marien-Kirche, am Steintor, am Wasserturm, am Gaskessel, am Pulverturm, in der Bürgermeisterstraße, am Marktplatz und im Goethepark sorgen für magische Momente. Eine bemerkenswerte Installation erwartet die Besucher am Rathaus. Mit Hilfe einer Steuerkonsole können sie die Farben der Fenster und Lichtsäulen intuitiv und kinderleicht verändern.

In der Broschüre „Stadtkern und Gründerzeitring“ wird die Innenstadtsanierung dokumentiert und auf zahlreichen Fotos veranschaulicht. Kostenfrei erhältlich ist das 54-seitige Heft in der Tourist-Information, Bürgermeisterstraße 4 und im Rathaus.

 
 
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