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22. Juni 2012

Spielplatz neu gestaltet

Spielplatz an der Stadtmauer
Spielplatz neu gestaltet

Zusammen mit 30 Bernauer Kindern hat Bürgermeister Hubert Handke am Donnerstag den neu gestalteten Spielplatz „Hohe Steinstraße“ eingeweiht. Mit einer Partie Tischtennis haben die Mädchen und Jungen die Anlage in Besitz genommen. Die Bauzeit betrug zweieinhalb Monate, insgesamt 140.000 Euro investierte die Stadt in die barrierefreie Anlage An der Stadtmauer.

Es war nicht zuletzt der Wunsch von Anwohnern, den im Wohnquartier Parkstraße/Hohe Steinstraße gelegenen Spielplatz hinsichtlich seiner Freiraumnutzung und Bespielbarkeit aufzuwerten. Der Spielplatz besaß zwei kleine Sandbereiche und ein Klettergerüst, deren Aufenthaltsqualität gering war. Die Großzügigkeit der Fläche sollte aber gewahrt bleiben, um das Wohnquartier in Verbindung mit der Stadtmauer nicht in Form und Ausdruck zu stören.

Für die Idee der Neugestaltung der Flächen dienten alte Wegebegrenzungen, deren Form und Verlauf schon im Lageplan einer Giraffe ähnlich waren. Diese Form wurde aufgegriffen, und die neue Wegeverbindung im Kleinkindbereich entstand. Das Klettergerüst konnte erhalten und wieder eingebaut werden. Hinzu kamen drei Drehsessel und drei Bänke, die die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen.

Damit der Spielplatz auch von größeren Kindern und Jugendlichen genutzt werden kann, wurden eine Tischtennisplatte und ein Reifenschwinger installiert. Jugendbank und Drehsessel finden sich auch in diesem Spielbereich. Die alten Betonpalisaden wurden gesäubert und sind von der Künstlerin Sandra Zinke dem Thema „Savanne“ entsprechend gestaltet worden. Sie dienen als Abgrenzung zum Jugendbereich sowie als Sitzmöglichkeit.

Die Wegeflächen sind in sandgeschlämmter Decke, die Spielbereiche in Sand und Kies ausgeführt worden. Die Bepflanzung des Platzes erfolgte mit Weiden, Erika, Rosen und Berberitzen.

Während der Auskofferungsarbeiten wurden Fundamente aus Feldsteinen gesichtet, so dass eine archäologische Untersuchung erfolgen musste. Laut den Archäologen handelt es sich dabei um:  „…elf Fundamente bzw. Mauern, die zu mindestens drei Gebäuden unterschiedlicher Zeitstellung gehörten. Ein nordöstlich-südwestlich verlaufendes Fundament, das aus unbearbeiteten Feldsteinen und klosterformatigen Ziegeln im Kalkmörtelverband errichtet worden war, ist ebenso der mittelalterlich-frühneuzeitlichen Bebauung zuzurechnen wie eine weitere Feldsteinmauer in Trockenbauweise, die als Fundament eines Fachwerkbaus gedient hatte. Bei den übrigen, teils zusammenhängenden Gebäudestrukturen handelt es sich um die neuzeitliche rückwärtige Parzellenbebauung, die 1977-1989 im Zuge des Bernauer Flächenabriss abgebrochen wurde.“(Auszug: Zusammenfassung der Grabungsergebnisse Spielplatz An der Stadtmauer, Kerstin Geßner, ArchäologieAgentur Berlin)


Foto: Pressestelle Stadtverwaltung Bernau /CB
 
 
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