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13. September 2013

OdF-Denkmal steht wieder auf dem Bahnhofsplatz

OdF-Denkmal_GesamtansichtDas Denkmal für die Opfer des Faschismus hat einen zentralen Ort auf dem Bahnhofsplatz erhalten. (Foto: Pressestelle der Stadt Bernau) (Bild: 1/4)

Nach vier Jahren Abwesenheit steht das Denkmal für die Opfer des Faschismus wieder auf dem Bahnhofsplatz. Am Mittwoch, dem 11. September, genau 64 Jahre nach der ersten Errichtung, wurde es im feierlichen Rahmen wieder seiner Bestimmung übergeben.

Den ganzen Vormittag über war auf dem Bahnhofsplatz Baulärm zu hören, doch um 11 Uhr stellten die Arbeiter ihre Maschinen aus gutem Grund ab: Das Denkmal für die Opfer des Faschismus wurde wieder der Öffentlichkeit übergeben und neben Bürgermeister Hubert Handke und einigen Stadtverordneten waren auch etliche Bernauerinnen und Bernauer gekommen. Nach einleitendem Trompetenspiel durch Wilfried Wege betonte Bürgermeister Hubert Handke in seiner Rede, dass das Denkmal für die Opfer des Faschismus einen hohen Stellenwert für die Stadt besitze. „Ich freue mich, dass es auch nach der Versetzung um einige Meter wieder einen zentralen und würdigen Standort im Fußgängerbereich des Bahnhofsplatzes gefunden hat. Das OdF-Denkmal ehrt die Opfer, es mahnt vor dem Ungeist des Faschismus und erinnert uns an die Verpflichtung, sich Rassismus und menschenverachtender Ideologie auch aktuell entgegenzustellen.“

Anschließend setzte das Stadtoberhaupt zusammen mit der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Gudrun Gaethke, die Zeitkapsel wieder in das Denkmal ein. Diese war zuvor mit diversen Zeitdokumenten bestückt worden, nämlich aktuellen Unterlagen, die neben den Bauzeichnungen auch die heutigen Aktivitäten für Toleranz und Weltoffenheit darstellen, sowie den Originalen von 1949, dem Jahr der Errichtung, und von 1980, dem Jahr der ersten Sanierung. Die historischen Dokumente waren beim Abbau des OdF-Denkmals 2009 zum Vorschein gekommen. Nachdem die Zeitkapsel versenkt war, nutzten noch einige Bernauerinnen und Bernauer die Gelegenheit, Blumen vor dem Denkmal abzulegen. Die begleitend von Wilfried Wege vorgetragenen Lieder zeigten Wirkung: Auf dem weiten Platz kehrte tatsächlich nachdenkliche Stille ein, auch einige Passanten hielten inne.

Das OdF-Denkmal war 1949 vom Künstler und Steinmetz Gerhard Beyer aus den Trümmern der ehemaligen Reichskanzlei in Berlin errichtet worden. 1980 erstmals saniert, musste es im Oktober 2009 im Zuge der Umgestaltung des Bahnhofsplatzes abgebaut werden. Dies und die Sanierung und Wiedererrichtung übernahm die Steinmetzwerkstatt Karsten Scholz in Belzig. Der würdige Rahmen für das OdF-Denkmal wird durch eine bereits installierte Beleuchtungsanlage und noch zu pflanzende umgebende Bäume hergestellt.Für die Sanierung und Wiedererrichtung des Denkmals investierte die Stadt rund 20.000 Euro.

 
 
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