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4. Juli 2019

Neue Forstwirte für Brandenburg

31 Forstwirtinnen und Forstwirte erhielten am Dienstag in der Waldarbeitsschule in Kunsterspring (bei Neuruppin) ihre Zeugnisse. Als Vertreter der Stadt Bernau, der einzigen brandenburgischen Kommune, die in diesem Bereich ausbildet, richtete auch Bürgermeister André Stahl ein paar Worte an die jungen Absolventen.

Forstwirte haben einen anspruchsvollen Beruf: „Das sind keine Diplom-Holzfäller“, so Marco Böttcher, Leiter des Bauhofs, der für die Auszubildenden verantwortlich ist. „Neben der Holzernte umfasst die arbeit auch das Pflanzen und Pflegen junger Bäume, den Bau von Kulturzäunen, Bänken oder auch jagdlichen Einrichtungen und leider auch das Beseitigen von Müll.“ Spezielle Kenntnisse sind hierbei notwendig, außerdem wirken sich Naturereignisse direkt auf die Forstarbeit aus. Im Ausbildungszeitraum der diesjährigen Absolventen ereignete sich einiges. Da waren die Herbststürme des Jahres 2017, die allein in Bernau für 6.500 Festmeter zusätzliches Holz sorgten – das entspricht der Menge, die jedes Jahr ohnehin dem Bernauer Forst entnommen werden. 1.300 zusätzliche Personalstunden waren notwendig, um den Bernauer Wald in den Folgemonaten vom Bruchholz zu befreien.

Von Waldbränden blieb Bernau zuletzt verschont, doch in anderen Gegenden Brandenburgs sorgten im letzten Jahr teilweise großflächige Brände für den größten Schaden seit 1976. Aber auch ohne Feuer setzt die extreme Trockenheit den Bäumen zu. „Trockenstress“ heißt dies in der Fachsprache und betrifft gerade Jungpflanzen, die noch keine tiefreichenden Wurzeln ausbilden konnten sowie flachwurzelnde Baumarten, wie etwa die Fichte. Sind die Bäume erst einmal geschwächt, haben Schädlinge, wie zum Beispiel der Borkenkäfer leichtes Spiel. In Bernau wurden 2018 jedenfalls 11.000 neue Bäume gepflanzt, auch von den drei Auszubildenden der Stadt in diesem Bereich. Die Arbeit der Forstwirte ist anspruchsvoll, arbeitsintensiv und bisweilen nicht ungefährlich, etwa wenn nach einem Sturm verkeilte Bäume gelöst und zerteilt werden müssen. „Ich bin froh, dass unsere Auszubildenden Ihre Prüfungen gemeistert haben. Natürlich bilden wir auch weiterhin Forstwirte aus. Ich würde mich freuen, wenn andere Kommunen in Brandenburg unserem Beispiel folgen und diesen Ausbildungsgang künftig auch anbieten würden“, so Bürgermeister André Stahl.

 
 
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