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23. Dezember 2010

Klein aber oho Margarete Seidlitz ist 100 Jahre alt geworden

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Klein aber oho: Margarete Seidlitz ist 100 Jahre alt geworden

Margarete Seidlitz spielt gern „Mensch-ärgere-dich-nicht“ – und irgendwie scheint der Name dieses Spiels auch ihr Lebensmotto zu sein. Die gebürtige Schlesierin, die seit gut zehn Jahren in Lobetal wohnt, ist lebensfroh und aufgeschlossen. Dies zeigte sich auch am Mittwoch, als sie im Haus von Tochter Brigitte ihren 100. Geburtstag feierte. Neben Pfarrer Kühne waren auch Eckhard Illge, stellvertretender Bürgermeister von Bernau, und Lobetals Ortsvorsteher Hans-Günther Hartmann am Vormittag zum Gratulieren gekommen. „Da haben sie ja einen aufregenden Tag vor sich“, bemerkte Eckhard Illge, als er der zierlichen Dame einen bunten Blumenstrauß und eine Glückwunschkarte überreichte. „Das mag ich so“, erwiderte Margarete Seidlitz mit einem verschmitzten Lächeln. Am Nachmittag konnte sie sich auf eine vorweihnachtliche Geburtstagstafel mit vielen Familienangehörigen freuen.

Der Weg nach Lobetal führte Margarte Seidlitz über mehrere Stationen. Bis 1933 lebte sie mit Ehemann Reinhold in Schlesien, wo sie nahe Glogau beim Grafen von Schlabrendorf in Stellung war und die Kunst des Hauswirtschaftens erlernte. Dann der gemeinsame Umzug nach Cottbus. Dort hatte Reinhold eine gute Stelle bei der Reichsbahn angenommen, wurden ihre drei Kinder geboren. Während des Krieges lebte sie unter anderem in Thüringen. Ab 1947 bewirtschafte das Paar einen kleinen Hof nahe Cottbus.

Zurück in der Stadt war Margarete Seidlitz bis zur Rente beim Cottbusser Bäckermeister Miet tätig, wo sich ihre gute Ausbildung einmal mehr zeigte. Bis ins hohe Alter, verrät die Familie, hat sie sich mit großer Leidenschaft der Haus- und Gartenarbeit gewidmet. Auch Nähen und Stricken gehörten zu ihren Hobbys. Bis heute spielt der christliche Glaube in ihrem Leben eine zentrale Rolle. Die Teilnahme am evangelischen Gottesdienst sowie an der Gemeinschaftsstunde der Landeskirchlichen Gemeinschaft gehört quasi zum sonntäglichen Pflichtprogramm. Etwas irdischer geht es freilich bei den regelmäßigen „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Partien mit Mitgliedern ihrer Hausgemeinschaft zu.

Dass die gesellige Runde für Überraschungen gut ist, hatte sich am Vormittag des Geburtstags gezeigt, als sie Margarete Seidlitz zusammen mit anderen Mietern ein Ständchen sang und so auf einen „aufregenden Tag“ – ganz nach ihrer Fasson – einstimmte.


Wenn draußen alles weiß ist, sorgt ein bunter Blumenstrauß für Abwechslung. Margarete Seidlitz freut sich über den Besuch von Eckhard Illge (re.) und Hans-Günther Hartmann zum 100. Geburtstag.

 
 
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