einverstanden Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies auf dieser Webseite zu. Weiterführende Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.
Mohnblumen_im_Weizenfeld_7
startbild_baustelle_var2.gif
 
16. Dezember 2011

Kinder- und Jugendhaus in Schönow/Friedenstal nach achtmonatiger Bauzeit offiziell fertiggestellt

Kinder und Jugendhaus
Barrierefreies Kinder- und Jugendhaus fertiggestellt

Seit Freitag ist das Kinder- und Jugendhaus in Schönow/Friedenstal nach einer nur achtmonatigen Bauzeit offiziell fertiggestellt. Stadtverordnete und interessierte Gäste waren der Einladung der Stadt gefolgt, um den Neubau in Augenschein zu nehmen. Die zukünftigen Nutzer erwartet ein barrierefreies, flexibel nutzbares Gebäude mit einer kreativ gestalteten Außenfläche, die verschiedene Formen der Freizeitgestaltung zulässt. Die Gesamtinvestition beträgt etwa 1,25 Millionen Euro. Davon hat die Stadt rund 509.000 Euro übernommen, der übrige Teil stammt aus Mitteln des Konjunkturpakets II.

Der Wunsch nach einem Jugendhaus war aufgrund der demographischen Entwicklung und Bevölkerungsstruktur im Gebiet Schönow/Friedenstal entstanden. Bisher gab es dort keine vergleichbare Einrichtung. Das Haus soll auch kooperativ von nahegelegenen Schulen genutzt werden.

„Wir haben ein Gebäude geschaffen, das den Kindern und Jugendlichen Kreativität in der Nutzung lässt“, sagte Architektin Martina Reimann beim Termin zu offiziellen Fertigstellung. Deshalb haben sich die Planer mit baulichen Nutzungsvorgaben zurückgehalten. Auch bei der Auswahl der Materialien war die Funktion des Gebäudes bestimmend. So gibt es widerstandsfähigen, geschliffen Asphalt am Boden, Seitenwände aus natürlich wirkenden Spanplatten, geräuschdämpfende Decken sowie mit Tafellack beschichtete Türen, auf denen mit Kreide geschrieben werden kann. „Hier kann also auf iPads verzichtet werden“, bemerkte Bürgermeister Hubert Handke augenzwinkernd. Er lobte die Arbeit des jungen Architekten-Teams und danke den Stadtverordneten für ihre Unterstützung auf dem Weg zum Neubau. Auch die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Gudrun Gaethke, zeigte sich vom begeistert: „Man merkt, dass hier junge Leute am Werk waren.“ Klaus Geißler, stellvertretender SVV-Vorsitzender, wünscht sich, dass „die Jugendlichen aus Schönow und Friedenstal über den neuen Jugendclub zusammenwachsen, weil sie eben zusammengehören.“

Das Bernauer Architekturbüro Reimann_Hübler hat im Außenbereich großen Wert darauf gelegt, eine Harmonie zwischen Haus und Umgebung herzustellen. Entstanden ist ein modernes Gebäude, das sich wie ein Findling in die Landschaft einfügt. Die Umsetzung dieser Idee erfolgte durch den Einsatz von Sichtbeton im Außen- und Innenbereich sowie durch die Begrünung des Daches. Die Öffnungen und Fensterflächen passen sich in die unterschiedlich segmentierte Fassade ein.

Kinder und Jugendliche aus Schönow und Bernau-Friedenstal waren von Anfang an mit ihren Ideen in die Planung einbezogen. So wurde der Wunsch aufgenommen, einem großzügigen Gemeinschaftsraum sowie separate Rückzugsräume für Haus- und Gruppenarbeiten zu schaffen. Der Gemeinschaftsraum fungiert als kommunikatives Zentrum. Von hier aus sind die anderen multifunktionalen Räume erreichbar.

Der Gemeinschaftsraum ist durch eine als Raumteiler fungierende Bar in zwei Bereiche gegliedert. Der kleinere bietet Platz für Spielgeräte wie Billard oder Kicker und erhält durch die Bar mit Sitzgelegenheiten den Charakter einer Cafeteria. Der größere Bereich bietet Platz für Veranstaltungen und kann mit offenen Sitzgruppen ausgestattet werden. Über eine sogenannte Schleuse erhält man von hieraus Zugang zum Büro, den multifunktionalen Räumen und zum Probenraum.

Im Außenbereich ergibt sich aus der Grundform des Gebäudes eine großzügige, größtenteils überdachte Terrassenfläche mit verschiedenen Sitzgelegenheiten. Hier sind den Nutzern vielfältige Freizeitgestaltungen möglich. Unter anderem sind im gegenüberliegenden Hang integrierte Sitzstufen in Form einer Tribüne, Tischtennisplatten, eine Kletterwand, eine Schaukel und ein Beachvolleyballfeld errichtet worden. Fußläufig ist der nahe gelegene und 2009 fertig gestellte Bolzplatz in Bernau-Friedenstal erreichbar.


Foto: Pressestelle Stadt Bernau (CB)
 
 
Suche in Stadtnachrichten
Stadtnachrichten per E-Mail