Sommer im Stadtpark
 
18. September 2012

Im Porträt: Das Wirtschaftsamt und sein Leiter Thomas Rebs „Menschen emotional für Bernau vereinnahmen“

Thomas Rebs, WirtschaftsamtsleiterThomas Rebs, Wirtschaftsamtsleiter Foto: Pressestelle/cb

Auf dem runden Besprechungstisch in seinem Büro hat Thomas Rebs eine digitale Spiegelreflexkamera und seinen Fahrradhelm abgelegt. Der Bernauer Wirtschaftsamtsleiter war vorhin in Sachen Dokumentation unterwegs. Mit den Fotos will er eine Art ästhetischen Gegenbeweis antreten. Eine Behörde habe eine etwas andere Sichtweise auf etwas – deshalb die Bilder, erklärt er.

Die Korrespondenz mit Behörden gehört zum Alltag des 55-jährigen Bernauers, der seit 18 Jahren Chef des Wirtschaftsamtes und noch länger Mitarbeiter der Stadtverwaltung ist. Zuvor hat der gebürtige Thüringer in einem Berliner Ingenieurbüro gearbeitet. Ein Stadtverordneter überzeugte ihn dann, sich für die Wahl des Amtsleiters in der SVV aufstellen zu lassen. Prompt setzte sich Thomas Rebs bei der Wahl durch.

Heute zählen mehr als 30 Mitarbeiter zu seinem Team. Dazu gehören neben den Kollegen im Rehberger Büro auch die Tourist-Information, der Bauhof und das Sachgebiet Markt. Mit dem Bauhof trägt Rebs nicht nur die Verantwortung für die Straßenreinigung und den Winterdienst, sondern auch für die Jagd-und Forstangelegenheiten in den städtischen Wäldern. Zudem ist er Chef der stadteigenen STAB Grundstücksentwicklungsgesellschaft. Sie betreut die Umwandlung ehemaliger GUS-Flächen in Gewerbe- und Wohngebiete.

Der Vorgang, für den Thomas Rebs die Fotos gemacht hat, ist längst nicht der einzige, der ihn heute beschäftigt. Die Akten auf seinem Tisch und die Nachrichten in seiner Mail-Box tragen Schlagworte wie WAV, Bestattungswald oder Betriebskostenzuschuss. Zwischendrin geht es um eine Firmenansiedlung im Gewerbegebiet Ladeburg. Rebs hofft, dass sich eine Tischlerei dort niederlässt.

Wirtschafsförderung ist eine seiner Hauptaufgaben. Konkret sind er und seine Stellvertreterin Katharina Stange dafür zuständig. Kein leichter Job, wie er zugibt. „Die Stadt kann bis zu einem gewissen Grad die Rahmenbedingungen beeinflussen“, doch letztlich sei es eine betriebswirtschaftliche, also unternehmerische Entscheidung, ob sich eine Firma in Bernau ansiedelt oder nicht. So wie bei Lieken. In Anbetracht des Weggangs sei er umso glücklicher, dass Weber Motor in der Stadt produzieren wird.

Die Förderung und Weiterentwicklung von Bernau geht jedoch nicht nur vom Gewerbe aus, sondern auch vom Wohnen, gibt Thomas Rebs zu bedenken. Im Stadtmarketingkonzept zum Beispiel, das vom politischen Raum beschlossen wurde, wird Bernau auch ganz klar als Wohnstandort ausgewiesen. Entsprechend ist der Flächennutzungsplan zugunsten des Wohnens ausgelegt. „Das kann einerseits die Wirtschaftsentwicklung erschweren, andererseits ist auch der Bedarf an mehr Wohnraum enorm.“

Auch die Stärkung der Innenstadt ist ein Thema, das den Amtsleiter stets begleitet. „Ideal wäre ein großes Lebensmittelgeschäft mit Magnetwirkung“, meint er, doch dafür fehle schlicht der Platz. Deswegen wäre es wichtig, eine Verbindung zwischen Bahnhofspassage und Innenstadt zu schaffen – beispielsweise durch die Einrichtung eines Busshuttles.

Aber auch die Einzelhändler sieht Rebs in der Verantwortung und nennt einheitliche Öffnungszeiten als ein Beispiel, um Kunden in die Innenstadt zu holen. Zudem könne er sich vorstellen, die Vielfalt der Geschäfte durch ein strategisch angelegtes Vermietungsmanagement positiv zu beeinflussen.

Um die Belebung des Zentrums voranzubringen, sei es auch wichtig, die Anstrengungen der einzelnen Akteure noch stärker zu bündeln. Hier leiste die stadteigne Stadtmarketinggesellschaft BeSt schon einen sehr guten Beitrag. „Als Lobbyist für ein lebendiges Bernau sollte sie weiter gefördert und gestärkt werden“, sagt der Amtsleiter. Dass die BeSt das nötige Know-how besitzt, zeige sich beispielsweise an der aktuellen Aktion „Botschafter für Bernau“, bei der Firmen, Vereine und Einzelpersonen mit dem Bernau-Logo für ihre Stadt Werbung machen. „Eine wunderbare Idee“, meint Thomas Rebs, „denn es geht auch darum, Menschen emotional für Bernau zu vereinnahmen. Auch das ist Standortförderung – im weiten Sinn.“

 
 
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