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19. November 2021

"Funkeln im Dunkeln" mit zahlreichen Aktionen in Bernau

Funkeln im DunkelnReflektorherzen, Luftballons und selbsteinrollende Reflektorbänder wurden vom Ordnungsamt der Stadt an Fußgänger und Radfahrer verteilt. (Bild: 1/4)

Pressemitteilung der Stadt Bernau, 288/2021

Vom 16. bis 18. November nahm Bernau zum vierten Mal an den landesweiten Tagen der Sichtbarkeit teil, die durch das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg ausgerufen wurden. In dieser Woche drehte sich in zahlreichen Schulen und Kitas und auch auf dem Bernauer Marktplatz alles um die Themen Verkehrssicherheit und Sichtbarkeit.

Aktionstag auf dem Marktplatz
Höhepunkt war der Aktionstag „Funkeln im Dunkeln“ auf dem Bernauer Marktplatz am 17. November, zu dem Eltern und Großeltern mit ihren Steppkes, Hortgruppen sowie Seniorinnen und Senioren kamen. Neben der stellvertretenden Bürgermeisterin Michaela Waigand und Mitarbeitern des Ordnungsamts der Stadt waren auch die Polizei und die Freiwillige Feuerwehr, die Kreisverkehrswacht, die WoBau und die Stadtwerke mit Mitmachaktionen dabei. Als Belohnungen für Geschicklichkeit z.B. auf dem Fahrradparcours oder für Kenntnisse zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr gab es allerhand Accessoires für eine gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr: neonfarbene Westen und Schals, reflektierende Herzen und Bänder u.v.m.

Aktionen in Kitas, Schulen und der Bibliothek
Neben „Funkeln im Dunkeln“ auf dem Marktplatz fanden auch in Bernauer Grundschulen und Kitas Aktionstage statt, die die Kinder an das Thema Sicherheit und Sichtbarkeit im Straßenverkehr heranführten. Begleitet vom Ordnungsamt der Stadt konnten in der Kita Angergang bereits die 2-Jährigen erkunden, wie unterschiedlich helle und gedeckte Kleidung in der Dunkelheit wahrgenommen wird. „Wie gut sieht man mich, wenn es dunkel wird?“ war die Frage. Ausgerüstet mit Taschenlampen und Knicklichtern erfuhren die Kleinen auf spielerische Weise, wie gut es ist, wenn sie sichtbar gekleidet sind.

In der Kita Kindergärtnerei wurden auch die Eltern in Form eines Lichterfests mit in das „Funkeln im Dunkeln“ einbezogen. Eine Verkehrsstrecke durfte nur mit Warnwesten befahren werden und ein Vorlesetag befasste sich ebenfalls mit dem Thema Sichtbarkeit.

„Klingeling: Fahrradfahren ist entenleicht“ - das Bilderbuchkino der Bibliothek war an den beiden Aktionstagen komplett ausgebucht. Bibliotheksmitarbeiter hatten aus dem Kinderbuch vorgelesen und Kinoatmosphäre geschaffen, indem sie die Bilder auf eine Leinwand projizierten. Die ganze Woche über stand im Foyer ein Regal mit verschiedenen Medien zum Thema Verkehrssicherheit bereit. CDs und Bücher wie „Willi wills wissen. Voll sicher im Straßenverkehr“, „Kunterbunte Schulweggeschichten“ oder „Hören, sehen – sicher gehen“ waren dort versammelt.

Polizei kontrollierte verstärkt vor Schulen
Die Polizei nutzte die landesweiten Tage der Sichtbarkeit, um Kontrollen von Fußgängern und Radfahrern vor Grundschulen durchzuführen. Polizeihauptkommissar Wolfgang Heusterberg von der Polizeiinspektion Barnim, informierte, dass sein Sachbereich Prävention wieder viel Aufklärungsarbeit leisten musste, wie wichtig eine gute Fahrradbeleuchtung und reflektierende Bekleidung seien. „Die Vorweihnachtszeit ist die gefährlichste Zeit im Straßenverkehr“, weiß er zu berichten. „Durch die dunkle Jahreszeit werden die Sichtbedingungen schlechter, viele Menschen sind mit Weihnachtseinkäufen beschäftigt und gestresst und unaufmerksamer“, erklärt er. Dies erkläre die steigende Zahl an Unfällen.

Statistik
Rund 850 Fußgänger sowie circa 2.700 Radfahrer verunglücken jährlich im Land Brandenburg im Straßenverkehr, berichtet das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg. Als schwächere Verkehrsteilnehmer gegenüber Kraftfahrzeugen tragen sie häufig die größeren Verletzungen davon. Außerdem werden sie oftmals auch einfach übersehen. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl schwerer und tödlicher Verletzungen von Fußgängern und Radfahrern etwa um 50 Prozent senken lassen würde, wenn diese besser sichtbar wären.

 
 
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