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28. September 2007

FOKUS-Arbeitstreffen in Bernau

  

 Die Vorbereitung des 10. brandenburgischen Konversionssommers stand im Mittelpunkt des Fokus-Arbeitstreffens am Freitag im Bernauer Rathaus. Vertreter von Kommunen sowie des Wirtschaftsministeriums, der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG), der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und der Konversionswirtschaft (KOMZET) nahmen auf Einladung von Bürgermeister Hubert Handke daran teil.
FOKUS ist ein Netzwerk von 18 brandenburgischen Kommunen, in denen es besonders große ehemals militärisch genutzte Liegenschaften gibt. Die zivile Nachnutzung dieser Flächen, die Konversion, ist für sie eine große Chance, aber auch eine besonders schwierige Herausforderung.

„Deshalb kommt dem Erfahrungsaustausch aller Konversionsakteure eine große Bedeutung zu. Hierfür hat sich die Veranstaltungsreihe Konversionssommer seit 1998 in herausragender Weise bewährt“, so der Prenzlauer Bürgermeister und FOKUS-Sprecher Hans-Peter Moser.
Der 10. Konversionssommer im Land Brandenburg wird wieder von FOKUS zusammen mit der BBG und der KOMZET veranstaltet und durch das Wirtschaftsministerium unterstützt. Aufgrund des Jubiläums ist das diesjährige Motto: „FOKUS - 10 Jahre Netzwerk für Konversion“.
Bis Ende April soll das vollständige Veranstaltungsprogramm vorliegen.

„In Bernau besteht die Besonderheit, dass neben den großen Landesliegenschaften am Schönfelder Weg und an der Schwanebecker Chaussee auch vier Konversionsflächen in städtischer Verantwortung liegen. Mittlerweile erinnert jedoch an der Maßliebchenstraße nichts mehr und in Rehberge kaum noch etwas an die militärische Nutzung. Auch das Wohngebiet an der Schwanebecker Chausse erfreut sich großer Beliebtheit. Für Rutenfeld haben die Planungen begonnen, so dass in Kürze die ersten günstigen Eigenheimgrundstücke angeboten werden können“, so Handke.

Die Konversion ist eine Aufgabe, die es in allen Bundesländern gibt. Aber in Brandenburg hat sie eine beispiellose Dimension. Mit 230.000 ha militärisch genutzter Flächen waren hier 1989 rund acht Prozent der Landesfläche der Bevölkerung entzogen. Etwa die Hälfte dieser Flächen waren von der Westgruppe der GUS-Truppen (WGT) besetzt. Nach deren Abzug wurden 100.000 ha der WGT-Flächen 1994 vom Land Brandenburg übernommen. Deren Verwaltung und Verwertung wurde der BBG übertragen, der es in Zusammenarbeit mit der Landesregierung und Kommunen gelang, die Konversion in Brandenburg zu einem viel beachteten Referenzprojekt zu entwickeln.

Doch noch ist der Konversionsprozess im Land Brandenburg keineswegs abgeschlossen.
So sind trotz der beachtlichen Konversionsfortschritte noch immer fast 20.000 ha der einst rund 100.000 ha WGT-Flächen für eine zivile Nachnutzung zu verwerten.
In den nächsten Jahren kommen mehrere 1000 ha Konversionsflächen durch Freizug von Bundeswehrliegenschaften neu hinzu. Wo die baulichen Anlagen zivil genutzt werden sollen, müssen sie sehr zügig einer neuen Nutzung zugeführt werden, um Schäden durch Diebstahl, Vandalismus und Verwitterung zu vermeiden.
Eile bei der Bewältigung der „Jahrhundertaufgabe Konversion“ ist auch deshalb geboten, weil diese überwiegend durch Fördermittel der EU finanziert wurde und wird, was in der aktuellen Förderperiode 2007 bis 2013 sehr wahrscheinlich letztmalig möglich sein wird.

 
 
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