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29. Januar 2010

Erinnerungen eines Pfarrers an die DDR

 

Abseits der Protokollstrecke –                                                  Erinnerungen eines Pfarrers an die DDR

Buchlesung mit Pfarrer Werner Braune, 1. Februar, 19.30 Uhr, Alte Schmiede Lobetal, An der Schmiede 2

In seinem 2009 erschienenen autobiografischen Bericht „Abseits der Protokollstrecke – Erinnerungen eines Pfarrers an die DDR“ erzählt Pfarrer Werner Braune von Kindheit und Jugend in Lobetal, von Berufserfahrungen in der DDR und von prägenden Ereignissen in der Zeit der Wende. Er erinnert sich eines Systems, das sich zwar als humanistisch verstand, aber die Würde des Menschen missachtete. Der Staat bezeichnete seine Bürger als „unsere Menschen“, betrachtete sie aber als sein Eigentum und verfügte über sie.

Bemerkbar machte sich das an der Einschränkung der persönlichen Freiheit ebenso wie an den Bespitzelungen durch die Staatssicherheit. Die Förderung des Individuums unterblieb.

Kurz vor seinem Tod soll Erich Honecker gesagt haben, dass er die Kirche liebe und es in der DDR zu keinen ernsthaften Differenzen zwischen Staat und Kirche gekommen sei. Makaber, wie Braune findet, denn der Alltag in der DDR sah für ihn, den Gemeindepfarrer und späteren Leiter der Stephanus-Stiftung, ganz anders aus.

Werner Braune schreibt offen, beschönigt nichts und wendet sich konsequent gegen eine allzu verherrlichende Rückschau.
 
 
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