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29. Oktober 2019

Eichbuschteiche in Börnicke werden entschlammt

EichbuschteicheEin eingespieltes Team: die Bagger- und der Raupenfahrer. (Foto: Pressestelle/cf) (Bild: 1/2)

Man traut seinen Augen kaum: Mitten im Teich steht ein Schwimmbagger. Er bewegt sich auf sogenannten Pontons, also Schwimmplattformen fort und baggert Schlamm aus dem Eichbuschteich. Davon ist jede Menge drin.

„Vor etwa 120 Jahren wurden die Teiche im Schlosspark Börnicke in ihrer jetzigen Gestaltung angelegt. In den letzten 80 Jahren und wahrscheinlich noch länger wurde dort nichts mehr gemacht, Laub und Müll liegen drin“, so Jürgen Brinckmann vom Bernauer Infrastrukturamt. Daher sei es höchste Zeit, dass etwas passiere. Erfreulicherweise hat Bernau fast 660.000 Euro Fördermittel aus dem „Programm zur Förderung des natürlichen Erbes und des Umweltbewusstseins“ von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) bewilligt bekommen. Mit diesem Geld werden die Teiche im Schlosspark saniert.

Der per Schwimmbagger herausgeholte Schlamm wird von einem zweiten Bagger am Ufer des Teiches auf ein Kettenfahrzeug geladen, zum Abtrocknen in ein großes Becken gefahren und anschließend zu einer Deponie abtransportiert. Die Männer in den drei Fahrzeugen sind ein eingespieltes Team. Alles läuft wie am Schnürchen.

Durch das Ausbaggern werden die Teiche etwa einen halben Meter tiefer. „Ziel ist es, wenigstens eine Wassertiefe zwischen 1,20 und 1,50 Metern zu erreichen“, erläutert Kai Herrmann von der IWT Ingenieur-, Wasser- und Tiefbau GmbH, die von der Stadt mit der Teichsanierung beauftragt wurde. Der Wasserbauingenieur verweist darauf, dass der Wasserstand in den letzten beiden Jahren aufgrund der Trockenheit um etwa 80 Zentimeter gesunken ist.

Durch das Entschlammen verbessert sich auch die Wasserqualität der Teiche und somit der Lebensraum geschützter Amphibienarten wie der Rotbauchunke. Und natürlich wird der Park ansehnlicher.

Begleitet wird die Sanierung vom Archäologiebüro ARCHAEROS. Dessen Mitarbeiter haben schon verschiedene Gegenstände aus den Teichen gefischt. Kürzlich sogar eine Handgranate aus dem 2. Weltkrieg. Daraufhin musste ein Baustopp eingelegt werden, da die Teiche erst nach weiterer Munition abgesucht werden müssen.

Nach Abschluss aller Arbeiten werden dann die Flächen um die Teiche herum rekultiviert. Das heißt: Da, wo jetzt der Schlamm trocknet werden im Frühjahr insektenfreundliche Wildblumenwiesen angelegt.

 
 
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