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4. Juni 2012

Die Stadt Bernau ist für Bewerber ein attraktiver Arbeitgeber

Die Stadt Bernau ist für Bewerber ein attraktiver Arbeitgeber

Rechts- und Personaldezernentin Michaela Waigand informierte kürzlich im Rathaus über die Beschäftigungsstruktur in der Bernauer Stadtverwaltung. In einem Interview fasst die Dezernentin die Hauptaussagen aus ihrem Vortrag zusammen.

Wenn es um Verwaltungen geht, wird oft von der sogenannten schlanken Verwaltung gesprochen – nicht zuletzt, weil die Kommunen knapp bei Kasse sind. Wie sieht es in Bernau aus?
Natürlich ist es wichtig, effiziente Personalstrukturen aufrechtzuerhalten bzw. zu schaffen. Dank gutem Wirtschaften steht Bernau im Vergleich zu anderen Kommunen nicht unter dem enormen Druck, Stellen abbauen zu müssen und wird zum Jahresende wohl auch schuldenfrei sein.

Da haben wir großes Glück, denn die Bernauer Bevölkerung wächst weiter und damit auch die Aufgaben und die Anforderungen an die Verwaltung. Im Gegenteil – die Stadt muss Stellen schaffen, um ihre verpflichtenden und freiwilligen Aufgaben bürgernah und rechtssicher bewältigen zu können. Seit 2001 ist die Mitarbeiterzahl kontinuierlich, aber moderat um 106 auf 353 Beschäftigte gestiegen – die Zahl der Azubis um sechs auf 20 im vergangenen Jahr (Stand: 31.12.2011).

Wie ordnet sich  Bernau bezüglich der Beschäftigtenzahl  im Vergleich zu anderen Kommunen ein?
Wir bewegen uns im unteren Mittelfeld, würde ich sagen. In Bernau kommen auf 1.000 Einwohner 10 Beschäftigte, in Eberswalde sind es 14 und in Fürstenwalde 8,5 Mitarbeiter. Betrachtet man nur die Kernverwaltung so liegen wir bei gut drei Beschäftigten pro 1.000 Einwohner.

In welchem Bereich fand die Aufstockung insbesondere statt?
Im Erzieherbereich, momentan arbeiten 127 Erzieherinnen und drei männliche Kollegen in den neun städtischen Kitas und Horten. Von den insgesamt 70 – vorwiegend unbefristeten – Einstellungen im Zeitraum Mai 2011 bis April 2012 fielen knapp 30 auf diesen Bereich.

Wie ist das zu erklären?
Die Einwohnerzahl steigt weiter und somit auch der Betreuungsbedarf. Auch gibt es einen gesetzlich fortgeschriebenen Betreuungsschlüssel. Zudem freuen wir uns, dass wir vielen in diesem Beruf einen Arbeitsplatz anbieten können. Und der Bedarf steigt weiter. Es lohnt sich also, sich regelmäßig im Amtsblatt oder auf www. bernau-bei-berlin.de über die Stellenausschreibungen zu informieren.

Das Durchschnittsalter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Deutschland ist in den letzten zehn Jahren um 2,3 Jahre auf 44,6 Jahre gestiegen. Mehr als ein Viertel der Beschäftigten ab 55 Jahren befand sich am 30. Juni 2010 in Altersteilzeit. Wie stellt sich die Situation in Bernau dar?
Der aktuelle Altersdurchschnitt unserer Beschäftigten liegt bei 44,9 Jahren. Die stärkste Gruppe ist noch immer die der 51- bis 65-Jährigen. Der Trend geht jedoch in Richtung Verjüngung. Und das ist auch gut so, denn eine gute Mischung aus jüngeren und älteren Mitarbeitern ist immer ein Gewinn. Die Jungen bringen aktuelles Know-how aus der Ausbildung oder der Hochschule in die Verwaltung, andererseits können sie von den wertvollen Erfahrungen der Älteren profitieren.

Mit 19 Beschäftigen besteht derzeit noch ein Altersteilzeitverhältnis. In diesem Jahr werden zwölf Mitarbeiter in die Freistellungsphase gehen. Mit der Nachbesetzung dieser freiwerdenden Stellen werden wir uns weiter verjüngen.

Inwiefern engagiert sich die Verwaltung für den Verwaltungsnachwuchs?
Zurzeit lernen in der Stadtverwaltung 18 junge Erwachsene. Begonnen hat die Stadt mit der Ausbildung 1996 mit drei Stellen. Jährlich können wir sieben neue Plätze anbieten. Von Mai 2011 bis April 2012 gingen mehr als 140 Bewerbungen auf Ausbildungsplatze bei uns ein.

Unsere Azubis erhielten schon früher nach erfolgreichem Bestehen einen zeitlich befristeten Arbeitsvertrag. Nach SVV-Beschluss ist für die Dauer der Anschlussbeschäftigung die erreichte Endnote entscheidend. Bei sehr gutem Ergebnis dauert sie bis zu zwei Jahre. Und noch eine Besonderheit: Bernau ist die einzige Kommune im Land, die Fortwirte ausbildet.

Wie attraktiv ist die Stadtverwaltung für Bewerber?
Im vergangenen Jahr sind 666 Bewerbungen eingegangen, das ist ein Anstieg von 30 Prozent. Ich denke, die hohe Zahl spricht für uns. Aus den Bewerbungen ergaben sich fast 200 Gespräche und 70 Personen konnten wir letztendlich einstellen. Die sechs Mitarbeiterinnen im Personalamt sind entsprechend gefordert. Nur mit ihrem großen Engagement und der guten Fachkompetenz ist die Bearbeitung der vielen Bewerbungen überhaupt zu leisten.

Was halten Sie von Quoten?
Wenn Sie eine Quote für Frauen in Führungspositionen meinen, so würde Bernau so eine Vorgabe mit Sicherheit übererfüllen. Die Leitungsfunktionen, die sich in der Stadtverwaltung auf den Bürgermeister sowie die Dezernenten und die Amtsleiter verteilen, werden in Bernau von sieben Frauen und sechs Männern wahrgenommen. Somit ist bei uns das so genannte schwache Geschlecht in den Führungspositionen eindeutig das stärkere.
 
 
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