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18. Januar 2019

Buchpräsentation zu Sinti und Roma in Bernau

Das Kulturamt lädt für Donnerstag, 24. Januar um 16 Uhr zur Vorstellung des Buches „Sinti und Roma in Bernau bei Berlin“ in den AWO-Treff, An der Stadtmauer 12, ein. Der Bernauer Soziologe Dieter Korczak beschreibt in dieser Publikation das Schicksal der in Bernau lebenden Sinti und Roma zur Zeit des Nationalsozialismus.

In der Erinnerungskultur zu den Opfern der NS-Herrschaft wurde das Schicksal der Sinti und Roma im Allgemeinen wenig beachtet. Auch in Bernau waren sie jedoch Zielscheibe von Verleumdung, von Verfolgung und schließlich von Vernichtung. Von den 64 Sinti und Roma, die bis 1943 in Bernau wohnten, überlebten nur 18. Die Familien Braun, Rose, Schopper und Schmidt sind nahezu vollständig ausgelöscht worden.

„Mit der Publikation stellt sich die Stadt Bernau bei Berlin ihrer historischen Verantwortung“, so der Leiter des Kulturamtes, Christian Schwerdtner. Das Buch für 2 Euro ist in der Tourist-Information (Bürgermeisterstraße 4) sowie im Museum im Henkerhaus erhältlich. Schulklassen können über das Museum kostenlose Klassensätze erhalten.

Zum Inhalt:
Anhand von Zeitdokumenten aus Stadt-, Landes- und Bundesarchiven zeichnet der Autor detailgetreu nach, wie die Lebensräume für die betroffenen Familien systematisch und immer stärker beschränkt wurden: Auf Entrechtung folgte Enteignung und schließlich die Deportation. Es wird dargestellt, wie Einzelschicksale und die großen Linien der Politik miteinander verwoben waren. Das Buch fördert das Mitgefühl mit den Opfern und Erkenntnisse über gesellschaftliche und politische Prozesse gleichermaßen.

 
 
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