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Herbstliche_Stadtmauer
 
3. August 2017

Archäologische Funde bei Bauarbeiten zum Neuen Rathaus

Archäologische_Arbeiten_2018_1Behutsam legt Archäologe Stefan Muhr das Skelett eines Säuglings frei. Auf über 500 Jahre werden die menschliche Überreste geschätzt, die heute bei den Grabungsarbeiten zum Neuen Rathaus gefunden worden sind. (Bild: Pressestelle) (Bild: 1/2)

Bei den vorbereitenden Baumaßnahmen zum Neuen Rathaus fanden Arbeiter heute Skelette aus dem späten Mittelalter. Archäologen bergen die Gebeine bis zum späten Abend.

Die räumliche Nähe zur St.-Marien-Kirche macht klar: Hier war lange Zeit der Bernauer Friedhof. Die vier Toten, die Stefan Muhr, Mitarbeiter von ABD Dressler, und sein Kollege freilegen, waren im Randbereich des Areals bestattet. Während Muhr das kleinste der Skelette, in Säuglingsgröße, freilegt, erklärt er: „Die Funde hier sind mindestens 500 Jahre alt. Einen der Toten hat man umgebettet, um dem anderen, direkt daneben, Platz zu machen. Das zeigt schon, wie voll der Friedhof geworden war, so dass man ihn im 16. Jahrhundert aus Platzmangel und wegen der Seuchengefahr aufgegeben hat und einen neuen außerhalb der Stadtmauer anlegte.“

Bislang haben die Archäologen bei diesen Arbeiten bereits einen Toten gefunden, aber auch einen Brunnen, einen Keller, Überreste eines Hauses und einen mittelalterlichen Abwassergraben. Die menschlichen Überreste, die heute gefunden wurden, werden bis zum Abend geborgen sein, um mögliche „Souvenirjäger“ gar nicht erst in Versuchung zu bringen. Dann gehen die Bauarbeiten wieder weiter. Bernaus Innenstadt ist in einem permanenten Wandel.

 
 
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