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1. März 2018

Bernau in zwei Metern Tiefe: Archäologen werden auf Rathaus-Baustelle fündig

Archäologen bei der ArbeitArchäologen bei der Arbeit: Jeder Fund wird dokumentiert. Sogenannte bewegliche Funde kommen dann ins Archäologische Landesmuseum nach Wünsdorf. (Fotos: Pressestelle Stadt Bernau/Cornelia Fülling) (Bild: 1/4)

Eiseskälte den ganzen Tag über. Temperaturen um die 10 Grad Minus halten die Archäologen auch heute nicht von ihrer Arbeit im Zentrum Bernaus ab. Da die Bauarbeiten für das neue Rathaus in der Bürgermeisterstraße aufgrund der Kälte teilweise eingestellt werden mussten, kommen sie mit ihren Grabungen gut voran. „Unsere erste Arbeitsebene liegt zwischen anderthalb und zwei Metern unter der Oberkante, bis zu vier Meter werden wir in die Tiefe gehen“, so Stefan Muhr vom Büro ABD Dressler.

Schon jetzt haben die Archäologen allerhand Interessantes entdeckt: die Reste von zwei Brunnen, Kellerfundamente aus dem 19. Jahrhundert, Abfall- und Pfostengruben sowie Überreste von zwei Grubenhäusern – ehemaligen Werkstätten – aus dem Mittelalter. Dazu kommen Funde wie Glas- und Keramikscherben, Knochen und Münzen.

So sehr sich das Archäologen-Team darüber freut, so erschrocken war es über einen anderen Fund: ein kleines Kindergrab unter einem einstigen Keller. „Es stammt aus der Zeit zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert. Damals wurden auf dem Friedhof um die Kirche herum keine Bestattungen mehr vorgenommen, das Grab lag auch außerhalb des Friedhofs“, so Bernaus Museumsleiter Bernd Eccarius.

Interessiert verfolgt er die Ausgrabungen. „Schließlich“, so der Historiker, „bieten uns die wenigen Stellen, die beim Umbau der Stadt in den 1970er Jahren nicht abgegraben wurden und heute untersucht werden können, Einblick in die Geschichte Bernaus“. Noch etwa drei Wochen werden die Archäologen auf der Baustelle zugange sein und wohl auch noch einiges ans Tageslicht bringen. Sobald der Frost nachlässt gehen auch alle Bauarbeiten planmäßig weiter.

 
 
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