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Sommer im Stadtpark
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17. April 2019

4 Fragen an ... Christian Mehnert, Geschäftsführer der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH

Christian MehnertFoto: Torsten Stapel

Seit 2015 führt die BDG im Rahmen eines Pilotprojektes die Biotonne im Landkreis Barnim ein. Nach Wandlitz, Panketal, Ahrensfelde, Eberswalde und der Schorfheide beginnt die BDG seit dem 15. April in Bernau mit der Aufstellung von ca. 7.500 Biotonnen. Die erste Entsorgung erfolgt am 2. Mai im 14-täglichen Rhythmus. #BERNAUER sprach mit Christian Mehnert.

Welche Kosten kommen auf den Nutzer der Biotonne zu?
Im Rahmen des Pilotprojektes ist die Nutzung der Biotonne freiwillig und kostenlos. Jede Bürgerin, jeder Bürger konnte sich vom Pilotprojekt abmelden. Für die Nutzer der Tonne entstehen während der Pilotphase keine zusätzlichen Kosten.

Wie sind die Erfahrungen mit der Nutzung der Biotonne aus anderen Gemeinden?
Im Landkreis stehen bisher ca. 18.000 Behälter und das entspricht einem Anschlussgrad von über 80 Prozent. Das ist eine sehr gute Resonanz, mit der wir im ländlichen Raum gar nicht gerechnet haben. Auch das Trennverhalten der Bürgerinnen und Bürger ist sehr gut, es befinden sich kaum Fremdstoffe darin.

Was passiert mit den Bioabfällen, die Sie einsammeln?
Die Bioabfälle gehen in die Kompostierung nach Trappenfelde. Dort entsteht hochwertiger Gartenkompost, den wir über unsere Recycling- und Wertstoffhöfe und unseren Anlieferungsservice den Barnimer Gärten wieder zurückgeben können. Wir haben mit der Biotonne eine echte Kreislaufwirtschaft etabliert.

Dürfen kompostierbare Plastiktüten in die Biotonne?
Davon raten wir ausdrücklich ab. Zum einen dürfen auch kompostierbare Plastiktüten einen Anteil „Erdöl“ enthalten und sind daher nicht zwangsläufig zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Bei der Zersetzung ist auch hier mit übrig bleibendem Mikroplastik zu rechnen. Zum Zweiten überschreiten die Zersetzungszeiten der kompostierbaren Plastiktüten die Produktionszeiten in der Kompostieranlage und müssen mit großem Aufwand aussortiert werden. Zudem enthalten Biokunststoffe keinerlei wertgebende Eigenschaften oder Inhaltsstoffe, die dem fertigen Kompost dienen. Wir empfehlen das Einschlagen feuchter Küchenabfälle in Zeitungspapier oder die Sammlung in einer herkömmlichen Papiertüte.


Das darf in die Biotonne:
Grünabfälle (z. B. Schnittblumen, Topfpflanzen, Rasenschnitt), Küchenabfälle (z. B. Gemüse-/Obstreste, Eierschalen, Kaffeefilter) und sonstige organische Abfälle (z. B. Küchenkrepp, Eierkartons aus Pappe)

Das darf nicht in die Biotonne:
z. B. Restabfall aller Art, Windeln, Staubsaugerbeutel, Schadstoffe, Kunststofftüten, Hundekot, Tierkadaver, Textilien, Fleischreste und Knochen, giftige Pflanzen

Weitere Informationen unter www.kw-bdg-barnim.de


 

 

 
 
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