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9. November 2017

15. November: Kunstraum-Gespräch zu Walter Arnold

Skulptur_Walter_Arnold_ganz(Foto: privat)

Zu einem Kunstraum-Gespräch über den Bildhauer, Grafiker und Hochschullehrer Walter Arnold lädt das Bernauer Kulturamt zu Mittwoch, den 15. November, 19 Uhr in die Ausstellungsräume in der Alten Goethestraße 3 ein. Zu sehen ist dort die Skulpturensammlung der Bernauer Waldsiedlung. Anlass für das Gespräch sind zwei Plastiken des Künstlers, die dort jahrzehntelang standen und seit der Wende als verschollen gelten. Im Bernauer Kunstraum Innenstadt spricht dazu Berndt Wilde, ehemaliger Schüler Arnolds und selbst Bildhauer und ehemaliger Hochschullehrer. Der Eintritt ist frei.

Von Walter Arnold standen zwei unterlebensgroße Bronzen in der Waldsiedlung. Unbeantwortet geblieben ist bis heute das auffällige Verschwinden der Plastik „Jugend – Baumeister der DDR“ (1951), für die Arnold 1952 den Nationalpreis II. Klasse erhalten hat. Denn sie wurde derzeit, 1992, in einer Garage der Waldsiedlung gesichert und fotografisch erfasst. Auch seine Schwimmerin (1958), die extra für die Waldsiedlung gegossen wurde, gilt als verschollen.

Walter Arnold war als Lehrer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig (1946–1949) tätig und wurde 1949 als Professor nach Dresden an die Hochschule der Bildenden Künste berufen. Er verließ die Hochschule jedoch nach seiner Emeritierung nicht, sondern leitete dort von 1974 bis 1979 die Meisterklasse für Plastik. Er bildete allein in Dresden dreißig Jahre lang Bildhauer aus. Reinhard Dietrich (1932–2015), gleichfalls einer der im Kunstraum Innenstadt vertretenen Bildhauer, gehörte beispielsweise zu seinen Schülern. Wie auch Berndt Wilde (*1946) sein Diplom bei Arnold machte.

Über Walter Arnold wird Berndt Wilde rückblickend im Gespräch reflektieren: Als sein ehemaliger Student, als ehemaliger Hochschullehrer und als Bildhauer, als der er seit 45 Jahren bis heute freiberuflich tätig ist. Fragen liegen nahe, da bisher keine Veröffentlichung zum Hochschullehrer-Lehrer Walter Arnold vorliegt. Hat er seine Studenten mit seinen Werken beeindruckt? Beflügelte und öffnete er sie für eigene künstlerische Wege? Wie gab er Korrekturen? Drängte er ihnen seine politische Haltung auf? Akzeptierte er Studenten, deren Arbeiten nicht vermittelten, dass sie unter seiner Ägide entstanden sind? Fragen über Fragen.

KONTAKT
Kulturamt Stadt Bernau bei Berlin
Telefon: (03338) 365-311, E-Mail: kulturamt@bernau-bei-berlin.de

Kunstraum Innenstadt
Alte Goethestraße 3
Telefon (03338) 7068756

ÖFFNUNGSZEITEN
Donnerstag 10–18 Uhr; Samstag 10–16 Uhr; feiertags geschlossen
Ausstellungsbesuche durch Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung

 
 
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