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28. Februar 2017

Im Rathaus: Ausstellung zu Hexenwahn und Hexenverfolgung

Ausstellung zur HexenverfolgungGefragter Diskussionspartner: der Theologe Hartmut Hegeler. Hier im Gespräch mit der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Dr. Hildegard Bossmann, Museumsleiter Bernd Eccarius-Otto, Bürgermeister André Stahl und dem Stadtverordneten Sören-Ole Gemski. (Foto: Pressestelle/cf)

Eine Ausstellung über „Hexenverfolgung – Ursachen, Folgen und Formen im Deutschland des 16. und 17. Jahrhunderts“ hat Bürgermeister André Stahl gestern Abend im Rathaus (Ratssaal) im Beisein vieler Besucher eröffnet. Gestaltet wurden die Tafeln von Hartmut Hegeler. Der evangelische Theologe setzt sich seit Jahren für die Rehabilitierung der Opfer der Hexenverfolgung ein.

Mit der Ausstellung soll auch der Opfer in Bernau gedacht werden, über die auf drei Tafeln vom Heimatmuseum informiert wird. „Soweit nach Aktenlage bekannt ist, wurden in Bernau in der Zeit vom 15. bis 17. Jahrhundert 25 Frauen und drei Männer als Hexen oder Zauberer verbrannt. Vermutlich war die Zahl aber größer“, so der Historiker Sören-Ole Gemski, der eine erneute intensive Auseinandersetzung dazu angeregt und in Gang gebracht hat. Begonnen hat diese bereits vor zwölf Jahren mit der Errichtung des von Annelie Grund gestalteten „Denkmals für die Opfer der Hexenprozesse in Bernau“ neben dem Heimatmuseum Henkerhaus.

Voraussichtlich im März wird die Linke-Fraktion einen Antrag zur moralischen Rehabilitierung der Opfer der Hexenverfolgung in die Stadtverordnetenversammlung einbringen. Bernau wäre die erste Stadt in Brandenburg, in der eine solche erfolgt. Unterstützt wird das Anliegen auch von den Teilnehmern des Podiumsgespräches am Montag.

 
 
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